Ausblicke

Piotrs letzte Spuren

19. Mai 2017, 18.08 Uhr

Endlich mal den schon vor vier Wochen abgestürzten Balkonkasten beziehungsweise dessen Überreste bergen:

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Warschauer Frühlingsboten

8. Mai 2017, 12.36 Uhr

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Warschauer Frühlingsboten

6. Mai 2017, 14.47 Uhr

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Dobry wieczór Warszawa

4. Mai 2017, 17.28 Uhr

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(Wach seit ¼ vor 10.)

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Chaos-Krähen

9. April 2017, 17.16 Uhr

Vor einer Viertelstunde habe ich beim Telefonieren von meiner Wohnung aus beobachten »dürfen«, wie eine meiner Krähen die von mir vor ein paar Tagen eingebuddelten Tulpenzwiebeln aus der Erde zog.

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An den Zwiebeln scheint sie überhaupt nicht interessiert gewesen zu sein. Ich vermute, dass das lockere Erdreich die Einladung zu ihren Treiben war.

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Dzień dobry Warszawo

8. April 2017, 16.28 Uhr

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(Wach seit 8.)

Ausblicke

jest 18:17

6. April 2017, 18.17 Uhr

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Meine Krähen haben auf dem Balkon randaliert. Den Blumentopf samt ausgerissenem Lavendel habe ich von der Straße gekehrt.

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Warschauer Frühlingsboten

6. April 2017, 6.53 Uhr

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Ausblicke

Warschauer Frühlingsboten

5. April 2017, 11.29 Uhr

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Im Ogród Saski (Sächsischer Garten).

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Warschauer Frühlingsboten

5. April 2017, 10.43 Uhr

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Ausblicke

Ist das Hanf?

5. April 2017, 10.20 Uhr

Das sieht doch aus wie ein sehr junges Hanfpflänzchen, oder?

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Wie kommt das denn auf meinen Balkon?

(Die Frage stelle ich nicht ironisch, denn ich habe wirklich keine Ahnung, wo das herkommt.)

Aber ich freue mich natürlich über jede Pflanze, die auf meinem Balkon gedeiht.

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Immer im Blick

4. April 2017, 16.47 Uhr

Blick von meinem Balkon:

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Die schon austreibenden Tulpen links und rechts sind nicht von mir. Meine wachsen – wenn sie denn wachsen – in zwei Grüppchen à etwa zehn Tulpen dazwischen.

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Warschauer Frühlingsboten

4. April 2017, 16.45 Uhr

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Auftritte

Unser Dorf soll schöner werden

4. April 2017, 16.36 Uhr

Es wundert mich ein bisschen, dass mich kein Mensch angesprochen hat, was ich denn da mache:

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Mit Schaufel und einer kleinen schwarzen Kiste bewaffnet grabe ich auf den Rasenflächen vor meinem Haus an meiner Straße kleine Löcher und setze die von meiner Balkon-Bepflanzungsaktion übrig gebliebenen Tulpenzwiebeln ein.

Ich weiß, es ist ein bisschen spät für das Setzen von Tulpen. Aber ich hatte sie nunmal schon im Herbst gekauft und es bisher immer auf »mach ich morgen oder übermorgen« verschoben, bis jetzt ganz plötzlich Sommer wurde.

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Ich kann’s kaum erwarten

3. April 2017, 10.02 Uhr

Nun habe ich drei bepflanzte Blumenkästen auf dem Balkon (für die ich mir noch etwas ausdenken muss, wie ich sie vor die Brüstung und etwas tiefer anbringen kann) und kann es kaum erwarten, es beim Morgenkaffee bald sprießen und wachsen zu sehen:

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Ende Mai werde ich einundfünfzig Jahre alt. Ich kenne das Spiel also.

Winter. Frühling. Sommer. Herbst.

Kälte. Nässe. Dunkelheit. Wärme. Licht. Gute Laune.

Trotzdem wird es jedes Jahr intensiver, was ich empfinde. Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass es irgendwie zu schnell geht mit dem Start des Frühjahrs. Nicht, dass es mir zu früh im Jahr wäre (ich glaube, dieses Jahr dauerte es besonders lange). Es ist eher, dass ich diesem Erwachen der Natur gerne vier Wochen zusehen würde. Und nicht nur einer Art Explosion von drei Tagen.

Über den Winter habe ich mich so an den Anblick kahler Bäume und nichtgrüner Flächen gewöhnt, dass ich mir im Moment kaum vorstellen kann, dass in zwei Wochen wirklich alles grün und bunt sein wird.

Und ein bisschen Wehmut schwingt da seit ein paar Jahren auch mit. Irgendwann mit Mitte oder Ende vierzig ist mir sehr bewusst geworden, dass ich dieses von mir so geliebte Naturspektakel eben nicht mehr unbegrenzt erleben werde. Wenn ich Glück habe, vielleicht noch dreißig Mal. Wenn es blöd läuft, nur noch zehn Mal.

Als meine (von mir sehr geliebte) Tante im frühen Sommer 2012 ihre Krebsdiagnose bekam und damit auch klar war, dass sie keine fünf Jahre mehr leben würde, sondern eher noch zwei oder drei, war auch einer meiner Gedanken, wenn sie Glück hat, darf sie noch zweimal einen Frühling erleben. Ich sprach das dann auch aus. »Winnie, wenn es gut läuft mit deiner Chemo, darfst du es noch zweimal Frühjahr werden sehen.« Und so war es dann auch. Es gab noch zweimal relativ unbeschwert Frühling für sie. Bevor es dann im Sommer echt Scheiße wurde. Und sie zum Ende des Sommers 2014 starb.

Absurderweise erkrankte ich kurz nach ihrer Diagnose selbst so sehr, dass es fast ein kleines Wunder ist (auf alle Fälle ein großer Verdienst der Medizin und der pharmazeutischen Entwicklung), dass ich nun schon den fünften Frühling seither erleben darf.

Man wird (oder ich werde), wenn man solche Dinge erlebt hat, auf alle Fälle demütiger gegenüber dem Leben.

Beim Setzen der Tulpenzwiebeln gestern und vorgestern dachte ich an die Schönheit der Natur im Kleinen. An dieses Wunder, dass aus klitzekleinen Samen hundert Jahre alte Bäume werden können (die dann von idiotischen polnischen »Umweltministern« wegen ein bisschen Geld gerade massenhaft gefällt werden – aber das ist eine komplett andere Geschichte) und dass sich seit Jahrmillionen dieses Wunder wiederholt. Und was für Würmchen in diesem Lauf wir Menschen doch sind.

Frühling ist toll.

Jetzt muss ich aber an die Arbeit.

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Warschauer Frühlingsboten

2. April 2017, 18.15 Uhr

Im Ogród Krasińskich:

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Ich könnte schwören, die gab es gestern noch nicht.

Ausblicke

Tulpen setzen

1. April 2017, 14.30 Uhr

Er ist zwar unpraktisch schmal, aber ich liebe ihn inzwischen total:

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Meinen Balkon.

Die zwei großen Pflanzenkästen auf der Brüstung habe ich gestern gekauft. Da sind nun schon im letzten Herbst gekaufte Tulpenzwiebeln drin. Ich hoffe, die kommen noch. Immerhin waren sie im Winter draußen, haben also Frost abbekommen, was sie wohl brauchen.

Was mache ich nun mit dem Rest?

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Die kleinen Nebenzwiebeln kann ich wohl abtrennen, wenn ich das richtig verstanden habe. Und im Herbst einsetzen.

Merke: nicht immer ist es schlau, begeistert zuzugreifen, wenn im Supermarkt ein 2-Kilogramm-Netz Tulpenzwiebeln angeboten wird.

Ausblicke

jest 18:17

31. März 2017, 18.14 Uhr

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Sonnenuntergang im Obi-Garten-Paradies.

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Warschauer Frühlingsboten

24. März 2017, 13.34 Uhr

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Hoffentlich nicht zu optimistisch

28. Februar 2017, 14.47 Uhr

Hoffentlich ist mein Handeln heute nicht zu optimistisch:

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Ich habe den Balkon gefegt, die Brüstung vom Winterdreck befreit und vor allem die nicht frostsicheren Pflanzen wieder nach draußen gestellt.

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