Auftritte

Sex on the beach

20. Juni 2017, 22.16 Uhr

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Ausblicke

4 bar für Süper-Transi

17. Juni 2017, 16.53 Uhr

Polen und Warschau nerven mich mit vielen Sachen. Es ist wirklich nicht so, dass ich hier alles ganz toll finde. Fast drei Jahre in einem Land leben können sehr ernüchternd sein. Trotzdem freue ich mich immer noch über manche Kleinigkeiten, die hier einfach schlau gelöst sind.

Die Fahrrad-Ausleih-Stationen von Nextbike bekamen in diesem Frühjahr alle richtig stabile, total professionelle Luftpumpen mit Manometer an den Boden geschraubt:

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Die Leihräder von Nextbike haben klassische Fahrradventile (Dunlopventil – wie mir Wikipedia gerade verrät). Trotzdem sind diese Pumpen auch mit einem Aufsatz für französische Ventile ausgestattet. Das ist einfach toll. Hunderte von professionellen Fahrradpumpen stehen in der Stadt.

Dann kann ich gleich meine Ortlieb-Taschen mit Einkauf vollpacken.

Ausflüge

Fast den falschen Zug genommen

14. Juni 2017, 19.23 Uhr

Hier kommt der richtige Zug:

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Laut Fahrplan hätte er 19.17 Uhr abfahren (und entsprechend ein paar Minuten früher kommen) sollen. Gegen 19.15 Uhr kam am selben Bahnsteig (aber auf dem anderen Gleis) ein anderer Fernzug an. In dem hatte ich mein Gepäck schon drin.

Am Hauptbahnhof Danzig (Gdańsk Główny) gibt es leider weder einen Wagenstandanzeiger noch – wie man auf dem Bild sehen kann – Zugzielschilder an den Gleisen. Ich bin also davon ausgegangen, dass der Zug, der an »meinem« Bahnsteig zu »meiner« Zeit ankommt, auch mein Zug sei. Ich hatte meine zwei Ortlieb-Taschen schon im Zug, wollte gerade das Fahrrad holen, da schloss ein Schaffner die Türe des Waggons. Ich, eh schon leicht in Hektik, weil »mein« Waggon Nummer 10, für den ich eine Platzreservierung habe, am anderen Ende des Zuges war und ich auf der Suche nach dem Fahrradabteil die komplette Zuglänge entlang gerannt bin, mach den Schaffner kurz an, dass er doch bitte noch auf mich und mein Fahrrad warten solle. Der Schaffner fragt mich, wo ich denn hinwolle. Nach Warschau, sage ich ihm, er schüttelt den Kopf und sagt, dass der Zug nach Olsztyn fahre.

In der Hektik hatte ich natürlich nicht auf die Zuglaufschilder am Zug selbst geachtet.

Das ist echt total doof. Warum gibt es an diesem Bahnhof diese Schilder nicht? Zwar gibt es Durchsagen, die sind natürlich ausschließlich auf Polnisch. In denen wird so viel erzählt, dass man als Ausländer nicht einmal versteht, wohin der nächste einfahrende Zug überhaupt fährt. Nach den Durchsagen gab es immer Massenwanderungen auf dem – wie man sieht – sehr vollen Bahnsteig (fünf Minuten vorher war er noch voller). Ich verstehe immerhin, dass viele Zahlen genannt werden. Vermutlich die Wagennummern und wo welcher Teil des Zuges hält. Und um welche Zeit er wo ankommt. Aber ein kurzes »next train to Olsztyn« auf English würde dann auch nicht schaden.

Ich verstehe das wirklich nicht. In Warschau ist das Leitsystem im Bahnhof total vorbildlich. Der Hauptbahnhof in Danzig wurde erst kürzlich saniert. Dass es diese Schilder offenbar in der Vergangenheit überhaupt nicht gab, finde ich schon sehr ungewöhnlich. Aber dass sie im 21. Jahrhundert bei einer Sanierung nicht angebracht wurden, kann ich wirklich nicht verstehen.

Vollends verwirrend wird es für Ausländer (ich kenne das schon seit zwanzig Jahren), dass in Polen zwischen Bahnsteig peron«) und Gleis tor«) unterschieden wird. Ich stehe hier also auf Bahnsteig 1 an den Gleisen 4 und 2.

Auf den polnischen Zugtickets steht übrigens weder Bahnsteig- noch Gleisnummer. Niemals.

Ausflüge

Kunst. Literatur. Fahrrad. Bett.

13. Juni 2017, 0.53 Uhr

Eine Besonderheit in Polen – zumindest für Deutsche – sind die Mietwohnungen. Fast jeder in Polen wohnt in seiner eigenen Wohnung (jeder Mieter konnte 1989 die Wohnung, in der er oder sie wohnte, für den Preis einer Monatsmiete kaufen – also für einen Złoty, nach heutiger Kaufkraft).

Die paar wenigen Mietwohnungen sind meist nur sehr kurzfristig, meist mit Verträgen mit einer Laufzeit von einem Jahr, vermietet. Und möbliert.

Mein Warschauer Freund Tomasz, der Anfang des Jahres nach Zoppot gezogen ist, wohnt noch bis Herbst in einer Mietwohnung. Dann zieht er in seine neue (gekaufte) Wohnung um.

Hier ein Detail aus dem Schlafzimmer:

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Kunst an der Wand. Bücherregal. Oma-Bett. So richtig Oma-Bett. Das Fahrrad gehört nicht zum Inventar. Sonst alles. Auch die (sehr alten) Bücher.

Ausblicke

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4. Juni 2017, 18.18 Uhr

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Abhängen

Und ihr so?

2. Juni 2017, 20.49 Uhr

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Abhängen

Freitagabend am Weichselstrand

2. Juni 2017, 20.00 Uhr

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Im Sommer ist diese Stadt wirklich total geil. Dieser Strand an der Weichsel ist mit dem Fahrrad von meiner Wohnung keine Viertelstunde entfernt.

Ausgehen

Gastronomische Neuentdeckung

26. Mai 2017, 18.32 Uhr

Gastronomische Neuentdeckung am plac Zbawiciela:

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»Coffee karma«.

Ausgehen

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26. Mai 2017, 18.17 Uhr

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»Coffee karma«.am plac Zbawiciela.

Ausblicke

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25. April 2017, 18.17 Uhr

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Ausflüge

Wieso kauft der drei Fahrkarten?

15. April 2017, 12.42 Uhr

Wer sich fragt, warum ich gestern mit drei verschiedenen Zügen nach Warschau fuhr:

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Zum einen hatte ich – wie man sich denken kann – wenig Lust darauf, in Berlin wieder von einem übereifrigen Schaffner des Zuges verwiesen zu werden, weil ich keine Reservierung für mein Fahrrad hatte. Also dachte ich mir von Anfang an, mit dem Regional-Express von Berlin bis Frankfurt (Oder) zu fahren und erst dort in den Fernzug nach Warschau umzusteigen. Denn die polnischen Schaffner juckt es bekanntlich nicht, wenn kein Fahrradabteil im Zug ist und ich das Fahrrad einfach am Ende des Zuges abstelle.

Also wollte ich die Fahrkarte von Berlin bis Warschau durchgehend als Eurocity-Fahrkarte buchen und dann aus eigenen Stücken »downgraden« und nur Regional-Express fahren (das ist grundsätzlich immer möglich; man kann also theoretisch eine ICE-Fahrkarte kaufen und dann nur Regionalbahn auf gleicher Strecke fahren – umgekehrt geht das selbstredend nicht).

Aber das Buchungssystem der Deutschen Bahn hat mir mal wieder meinen Plan verdorben. Für die von mir gewählte Frühnachmittags-Verbindung gibt es keinen durchgehenden Zug von Berlin nach Warschau, nur den Zug von Berlin nach Gdynia, den man in Poznań verlassen und dort in einen direkt am gleichen Bahnsteig stehenden anderen Zug umsteigen muss.

Das Buchungssystem der Bahn bietet mir diese Verbindung an, ich kann sie theoretisch auch kaufen, aber praktisch bricht das System den Buchungsvorgang kurz vor dem Zahlen ab, da keine Zeit mehr sei, die Fahrkarten mit der Post zu versenden.

DEUTSCHE BAHN, ICH WILL ONLINE BUCHEN! DA MUSS MAN KEINE FAHRKARTEN MIT DER POST VERSCHICKEN!

Ich vermute, dass der andere Zugtyp von Poznań nach Warschau das Problem ist. Wahrscheinlich ist das Buchungssystem nicht in der Lage, für den in Deutschland unbekannten Zugtypen TLK (so etwas wie ein in Deutschland nicht mehr verkehrender Interregio) ein Ticket zu erstellen, das man sich selbst ausdruckt.

Also habe ich für die Verbindung von Rzepin (das ist der erste Bahnhof in Polen) bis Poznań eine Fahrkarte und für die Verbindung von Poznań nach Warschau noch eine weitere bei PKP Intercity gebucht. Denn auch die PKP ist nicht in der Lage, mir nur ein Ticket für die gesamte Strecke auszustellen. Man muss wegen der zwei Zugtypen wirklich zwei getrennte Tickets kaufen.

Nur von Rzepin (statt von Frankfurt) deswegen, weil die Reservierung für ein Fahrradabteil auch bei der PKP online nicht grenzüberschreitend möglich ist.

Nun wusste ich also, dass der Zug garantiert ein Fahrradabteil hat (denn ich hatte ja die Reservierung dafür), konnte aber in Berlin noch nicht in den Berlin-Gdynia-Express steigen, da ich keine Fahrkarte für den Eurocity von Berlin bis Rzepin hatte.

Toll, oder?

Das Stückwerk an Fahrkarten kommt am Ende ein klein bisschen teurer, als wenn ich mir das angebotene Europa-Sparpreisticket gekauft hätte. Sparpreis bei der Bahn wären 29,95 Euro plus 6 Euro für das Fahrrad gewesen. Nun zahle ich etwa 37 Euro. Also kein Drama. Aber auch nur, weil ich mir das Regional-Express-Ticket am Automaten über die VBB-Maske gekauft habe. Außerdem musste ich nun de facto von Frankfurt (Oder) bis Rzepin schwarz fahren. Sind nur 20 Minuten und etwa 20 Kilometer. Aber eben 20 Kilometer ohne gültiges Ticket.

Was machen bitte Leute, die nicht – wie ich – die Tücken dieser Buchungssysteme kennen und außerdem einen Account bei der PKP haben? Die wollen die Fahrkarte buchen. Es geht nicht. Also fahren sie Auto.

Ausflüge

Im TLK nach Warschau

14. April 2017, 17.25 Uhr

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Vom Bahnhof Poznań Główny mit dem TLK nach Warszawa Centralna.

Man beachte den Höhenunterschied zwischen dem 55-cm-Bahnsteig (in Deutschland sind meist Bahnhsteighöhen von 76 cm Standard) und dem Hochflur-Waggon mit etwa 130 cm Höhe.

Ausflüge

Im EC nach Poznań

14. April 2017, 15.42 Uhr

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Vom Bahnhof Frankfurt (Oder) mit dem Berlin-Gdynia-Express bis Poznań Główny.

Ausflüge

Im RE nach Frankfurt (Oder)

14. April 2017, 13.57 Uhr

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Vom Bahnhof Alexanderplatz mit dem Regional-Express bis Frankfurt (Oder).

Ausflüge

Nachtbus nach Berlin

11. April 2017, 22.55 Uhr

Mein Fahrrad kommt natürlich auch im Bus mit:

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Ich brauche ja ein Verkehrsmittel in Berlin.

Wie man sieht, habe ich die Pedale abgeschraubt (das schreibt die Website von PolskiBus vor). Eine Aktion, die ich mir hätte sparen können, wie ich drei Minuten später feststellen darf.

Die Anreise zum Busbahnhof Młociny im Norden Warschaus dauert nicht nur zehn Minuten wie die Fahrt von meiner Wohnung zum Bahnhof Centralna, ist aber erstaunlich angenehm. Komplett durchgehende Radwege in einer Qualität, wie man sie sich in Berlin nur wünschen kann. Aber eben fast zehn Kilometer statt nur etwas mehr als zwei. Und morgen früh dann Ankunft am Berliner ZOB im Westen der Stadt statt am Ostbahnhof mitten drin.

Ausblicke

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10. April 2017, 18.24 Uhr

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Ausblicke

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8. April 2017, 18.17 Uhr

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Ausblicke

Offener Brief an die Deutsche Bahn zum Thema Fahrradmitnahme im Berlin-Warszawa-Express

8. April 2017, 12.15 Uhr

Wer hier schon länger und regelmäßig mitliest, kennt die Geschichte vom Februar, als ich wegen meines Fahrrads aus einem Zug geworfen wurde.

Dazu habe ich eben der Bahn geschrieben:

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Der ganze Text im Wortlaut:

Guten Tag,

wie Sie am oben genannten Datum sehen können, ist der Vorfall schon ein bisschen her. Ich hatte mir für den genannten Zug für jenen Tag online eine Fahrkarte gebucht. Ich reise so gut wie immer mit Fahrrad.

Das Buchen der Fahrradreservierung ist online – warum auch immer – für den Berlin-Warszawa-Express nicht möglich (ich habe es mal testweise versucht: bis Frankfurt/Oder kann man online auch das Fahrrad mitbuchen). Ich löse dann immer eine Fahrkarte fürs Fahrrad im Zug beim Zugbegleiter beziehungsweise bei der Zugbegleiterin. Das hat noch nie Probleme gemacht.

An besagtem Tag war – trotz anders lautender Information im Fahrplan – kein Fahrrabteil im Zug. Ich stellte mein Rad in einem statt dessen vorhandenen Gepäckabteil im letzten Waggon ab. Das Fahrrad stand nicht im Weg, hat niemanden behindert. Es war sogar mit einem extra für solche Fälle von mir immer mitgeführten Expandergurt gesichert. Ein Schaffner sah das noch vor der Abfahrt und schmiss mich aus dem Zug (die lange Geschichte, es gab natürlich Diskussion zwischen uns, finden Sie dokumentiert auf meinem Blog).

Ich kam also trotz gebuchter Fahrkarte nicht an mein Ziel. Mein Ziel war meine Wohnung in Warschau. Das war total ärgerlich. Ich musste mir ein neues Ticket für den Folgetag kaufen (das dann am Ostbahnhof, Lichtenberg hat ja kein Kundencenter mehr), das nicht benutzte Ticket wurde mir nicht erstattet.

Eigentlich wollte ich mir damals die 35 Euro von Ihnen wieder holen. Hab ich nicht gemacht.

Es geht mir gar nicht so sehr ums Geld. Es geht mir um das Nicht-Funktionieren des Buchungssystems. Ich finde: ENTWEDER muss die Buchung des Fahrradtickets online möglich sein (und damit auch die Reservierung fürs Rad) ODER man muss sich darauf verlassen können, was der Fahrplan aussagt (»Fahrradmitnahme möglich«) ODER Ihre Zugbegleiter müssen etwas flexibler sein, wenn denn mal kein Fahrrabteil im Zug ist.

Drei Möglichkeiten.

Es geht aber in meinen Augen nicht, dass die Bahn (egal, ob DB die Züge stellt oder in dem Fall die PKP) mir keine der drei Möglichkeiten bietet und mich einfach stehen lässt, wenn das von der Bahn Angebote nicht funktioniert.

Konkret schreibe ich jetzt (aus Warschau), weil ich wieder eine Fahrkarte buchen möchte. Für Karfreitag, den EC55 um 14.37 Uhr ab Berlin mit Umstieg in Poznań auf den TLK nach Warschau). Ich bin jetzt in Warschau. Ich habe also gar keine Möglichkeit, mir direkt am Schalter der Bahn eine Fahrradkarte zu kaufen.

Nun muss ich überlegen: kaufe ich die Fahrkarte für mich und hoffe darauf, dass stimmt, was im Fahrplan steht (»Fahrradmitnahme begrenzt möglich«). Oder muss ich auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, wo mir die Fahrradmitnahme immer möglich ist? Dem Bus nämlich. PolskiBus bietet das an. Kostenlos.

Ich fahre gerne mit der Bahn. Und würde auch gerne in Zukunft mit der Bahn fahren. Wenn das nun aber immer ein Vabanquespiel wird mit dem Rad, lass ich das bleiben. Sie sehen anhand meiner BahnCard-Nummer (und den Buchungen darüber), dass ich viel Bahn fahre. Ich bin kein Super-oft-Bahnfahrer, aber eben auch kein Nur-einmal-im-Jahr-Fahrer.

Könnten Sie mir bitte grundsätzlich auf mein Anliegen antworten?

Bitte keine Floskeln à la »Im Fahrplan steht aber, dass eine Reservierung zu erfolgen hat und diese hatten Sie nicht«. Das weiß ich. Mir geht um eine kundenfreundliche Lösung. Ich will meine Fahrkarte online buchen. Nicht zum Bahnhof fahren müssen. Dann kann ich mir die ganze Online-Buchung schenken.

Könnten Sie mir vor allem bitte auf die Frage antworten, ob der EC55 am Karfreitag verlässlich ein Fahrrabteil hat?

Noch eine kleine Geschichte zur Ergänzung: vor etwa drei Wochen hatte ich Besuch aus Berlin in Warschau. Der Besuch kam mit der Bahn. Wollte sein Rad mitnehmen. Der Besuch kannte meine Geschichte und wollte sich für die bereits online gekaufte Fahrkarte am Schalter noch die Fahrradkarte dazu kaufen. Das ging nicht. Hin (nach Warschau) wäre gegangen, zurück (nach Berlin) nicht. Es ging EC43 am Mittwoch, 22.03.2017, ab Berlin 9:37 Uhr, und um EC42 am Samstag, 25.03.2017, ab Warszawa Centralna um 14:00 Uhr. Also, selbst wenn man es will, kann man die Fahrradkarte nicht am Schalter kaufen. Zumindest nicht für gewünschte (und auch schon gebuchte) Verbindungen.

Noch ein P.S.: die Kollegen von der PKP reagieren immer mit einem Schulterzucken, wenn ich mein Rad (ab Warschau) bei nicht vorhandenem Fahrradabteil in den letzten Waggon stelle. Solange es nicht im Weg steht und nicht umfallen kann, ist denen das völlig wurscht.

Danke für die Antwort, die hoffentlich bald folgt

Achim Bodewig

Architektur

Blick übern Bauzaun

4. April 2017

Am südlichen Ende der innerstädtischen Weichselboulevards (bulwary wiślane) steht die most Łazienkowski. Das ist die Brücke, die vor zwei Jahren wegen eines Brandes unter einem der Brückenköpfe gesperrt und grundsaniert werden musste. Eigentlich wurde die Brücke komplett neu gebaut. Zumindest fehlte während der Bauarbeiten ein gutes Stück in der Mitte über der Weichsel und wurde neu eingesetzt.

Bei der Sanierung wurden keine Radwege auf der Brücke angelegt. Das wurde kurzfristig diskutiert, dann aber wegen zu hoher Kosten und auch wegen des Zeitdrucks verworfen. Stattdessen wurde angekündigt, dass ein Radweg unter die Fahrbahn gehängt werden soll. In Berlin hätte diese Ankündigung dazu geführt, dass zehn Jahre lang diskutiert, geplant und am Ende doch nicht gebaut wird. In Warschau wird diskutiert, geplant, gebaut und dann auch ziemlich schnell fertiggestellt.

17.46 Uhr. Das wird die Abfahrt des Radweges auf der Śródmieście-Seite (also zur Stadtmitte hin):

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Links auf dem Bild erkennt man unter der Hauptfahrbahn das Geländer des darunter gehängten Radweges.

17.49 Uhr:

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Bei dem in Warschau üblichen Bautempo rechne ich mit einer Eröffnung noch vor Sommeranfang.

Als Berliner muss man sich über diese Zeitabfolge schon etwas wundern. Vielleicht sollte ein Pole oder eine Polin die Bauleitung des Flughafens BER übernehmen.

  • Mitte Februar 2015: Brand und anschließende Vollsperrung der Brücke,
  • Mitte April 2015: Beginn der Sanierung,
  • Ende Oktober 2015: Wiedereröffnung und Freigabe für den Autoverkehr,
  • Ende Dezember 2016: Beginn der Bauarbeiten der Radwege.

Dann kann ich bald meine 6-Brücken-Tour wiederholen. Auf der ich vor über einem Jahr die most Łazienkowski schon überquert hatte. Auf dem eigentlich gesperrten schmalen Fußgängerweg.

Ausflüge

Manchmal wünsche ich mir ein Lastenrad

2. April 2017, 18.01 Uhr

Manchmal wünsche ich mir doch ein Lastenrad oder: wie transportiert man 80 Liter Blumenerde mit einem konventionellen Trekkingrad?

Man nimmt sich einen leeren 80-Liter-Sack mit in den Baumarkt und verteilt die 80 Liter auf zwei Ortlieb-Taschen:

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Übrigens mein dritter Besuch in einem Baumarkt in dieser Woche.

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