Archive for the 'Architektur' Category

Architektur, Ausflüge

Spaziergang durch Portbou

1. September 2017

Meine Taschen sind gepackt, ich habe gefrühstückt, ich bin geduscht, bis um 12 Uhr muss ich das Hotelzimmer räumen – Zeit genug für einen Spaziergang durch Portbou.

10.00 Uhr:

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10.01 Uhr. Carrer del Mercat:

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10.02 Uhr:

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10.06 Uhr. Blick gen Süden:

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Der Bahnhof der Stadt (estació de Portbou) ist – neben Walter Benjamin – allgegenwärtig. Er nimmt mit seinen ganzen Bahnanlagen schätzungsweise mehr als die Hälfte der Stadtfläche ein, er thront über der Stadt, er bot vermutlich früher sehr vielen Menschen Arbeit, er ist die erste Station des Walter-Banjamin-Pfades durch die Stadt (»ruta Walter Benjamin« – der Pfad vermittelt den falschen Eindruck, als sei Benjamin mit dem Zug in Portbou angekommen; tatsächlich kam er über den beschwerlichen Weg über die Berge), er wird auch für den weiteren Niedergang der Stadt Symbol sein. Seit 2010 gibt es hier keinen nennenswerten Fernverkehr. Bis dahin fuhren alle Züge, die aus Richtung Südostfrankreich, aus Italien, aus Deutschland kamen und an die spanischen Mittelmeerküste oder nach Madrid gingen, durch ihn. Passagiere mussten hier umsteigen oder ihre Züge wurden hier umgespurt.

Die letzten Fernzüge fuhren bis zum vergangenen Jahr hier ein, ab oder durch. Bis Ende 2012 gab es Nachtzüge von und nach Italien und von und in die Schweiz. Es gab bis 2016 einen durchgehenden Nachtzug von und nach Straßburg (ach, wie gerne hätte ich genau den genommen!), einen Zug aus Madrid, und der einzig verbleibene Nachtzug von und nach Paris startet und endet nun in Cerbère.

10.10 Uhr. Blick gen Süden:

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Blick gen Nordosten:

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10.13 Uhr. Blick gen Süden:

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10.14 Uhr. Regionalzug der Rodalies de Catalunya aus Barcelona:

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10.17 Uhr. Regionalzüge nach und aus Barcelona:

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10.18 Uhr. Blick gen Süden:

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10.19 Uhr. Auf diesen zwei Normalspurgleisen kommen immerhin noch vier Regionalzüge pro Tag aus Frankreich an – neun weitere Züge enden dagegen vier Kilometer weiter nördlich in Cerbère:

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10.21 Uhr:

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10.26 Uhr. Ehemalige Telefonkabinen:

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10.29 Uhr. Regionalzug der RENFE und zwei Regionalzüge der Rodalies de Catalunya:

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10.31 Uhr. Blick gen Norden:

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10.32 Uhr. Blick gen Osten:

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10.47 Uhr. Carrer del Mar:

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10.49 Uhr. Das Haus, in dem Walter Benjamin Suizid beging, die ehemalige Pension »Francia«:

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Benjamin soll hier Kafka zitiert haben: »Es gibt viel Hoffnung, aber nicht für uns.«

10.52 Uhr. Homo-Strandbar und Serpentinenstraße nach Frankreich:

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Über diesen Berg kam ich gestern. Und Walter Benjamin vor 77 Jahren.

10.58 Uhr. Carrer de Méndez Núñez:

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11.01 Uhr. Avinguda de Barcelona:

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11.02 Uhr. Carrer de Méndez Núñez:

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11.04 Uhr. Östliches Ende der Carrer de Méndez Núñez, beim Aufstieg zum Friedhof:

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11.06 Uhr:

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Architektur, Ausflüge

Frankreich, deine (Grenz-)Bahnhöfe

30. August 2017

18.23 Uhr. Ankunft am Grenzbahnhof Cerbère bei 33 Grad Außentemperatur:

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18.28 Uhr:

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18.33 Uhr:

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18.37 Uhr:

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18.39 Uhr:

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18.46 Uhr. Vergangene Pracht – das ehemalige Hôtel Belvédère du Rayon Vert:

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18.48 Uhr:

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Architektur

Früh vor der Tür

13. Juni 2017, 6.51 Uhr

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Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal so früh vor der Haustüre war. Tomasz muss um elf Uhr in Warschau sein. Er setzt sich gleich in sein Auto (der 7-Uhr-Pendolino war zu seiner großen Überraschung ausgebucht), ich mich auf mein Fahrrad.

Architektur

jest 18:17

31. Mai 2017, 18.17 Uhr

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Ulica Tamka.

Architektur

Kommt weg

27. Mai 2017, 17.29 Uhr

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Das Gebäude ulica Wileńska 5 wird wohl demnächst abgerissen. Im Seitenflügel dieses schon seit Jahren nicht mehr bewohnten Hauses war vor etwa sechs Wochen das komplette Treppenhaus eingestürzt. Verletzt oder gar getötet wurde niemand. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Anfang dieser Woche haben Techniker das Gebäude aber für nicht mehr zu retten erklärt.

Das Haus ist sehr schön fotografisch dokumentiert.

Architektur

Für die Erwachsenen-Fortbildung

27. Mai 2017, 14.46 Uhr

Gestern im Museumsshop gekauft:

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»Inne miasto / other city«. Ein Ausstellungskatalog aus der Zachęta über die Baugeschichte der vergangenen fünfzig Jahre auf dem Gebiet des Warschauer Gettos.

Hab ich mir für mich und meine Warschau-Abteilung in meinem Bücherregel ausgesucht.

Architektur

Warum das himmelblaue Hochhaus himmelblaues Hochhaus heißt

19. Mai 2017, 20.27 Uhr

Direkt »hinter« meinem Haus, am plac Bankowy, steht ein Hochhaus, das – je nach Wikipedia-Lesart »Blue Tower Plaza« oder »Bbłękitny Wieżowiec« (himmelblaues Hochhaus) genannt wird.

Bei manchen Lichtverhältnissen verschwindet es fast:

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Mit im Bild das Denkmal für die Schlacht um Monte Cassino (Pomnik Bitwy o Monte Cassino) vor dem Ogród Krasińskich.

Architektur

Kommt nicht weg

23. April 2017

Es sah nicht gut aus für ein weiteres kleines Juwel aus sozialistischen Zeiten. Für den »Pawilon Syreniego Śpiewu« (»Pavillon der Sirenengesänge«) im Park Marszałka Edwarda Rydza-Śmigłego. Aber das Gebäude scheint gerettet. Sagt zumindest ein Artikel in der gestrigen Ausgabe der Gazeta Wyborcza.

15.34 Uhr:

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15.37 Uhr. Detail des Glasmosaiks an der Erdgeschossfassade:

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15.38 Uhr:

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Architektur

Bald zugebaut

10. April 2017, 19.29 Uhr

Eine der letzten großen innerstädtischen Brachen Warschaus:

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Das Quadrat ulica Chłodna / ulica Wronia / ulica Grzybowska / ulica Żelazna.

Die zwei Hochhäuser sind (links) der JM Tower und (rechts) der Pekao Tower.

Auf der Google-Streetview-Ansicht von Mai 2014 ist das Gelände noch bewachsen:

Um den Baumbestand ist es wirklich schade.

Architektur

Blick übern Bauzaun

4. April 2017

Am südlichen Ende der innerstädtischen Weichselboulevards (bulwary wiślane) steht die most Łazienkowski. Das ist die Brücke, die vor zwei Jahren wegen eines Brandes unter einem der Brückenköpfe gesperrt und grundsaniert werden musste. Eigentlich wurde die Brücke komplett neu gebaut. Zumindest fehlte während der Bauarbeiten ein gutes Stück in der Mitte über der Weichsel und wurde neu eingesetzt.

Bei der Sanierung wurden keine Radwege auf der Brücke angelegt. Das wurde kurzfristig diskutiert, dann aber wegen zu hoher Kosten und auch wegen des Zeitdrucks verworfen. Stattdessen wurde angekündigt, dass ein Radweg unter die Fahrbahn gehängt werden soll. In Berlin hätte diese Ankündigung dazu geführt, dass zehn Jahre lang diskutiert, geplant und am Ende doch nicht gebaut wird. In Warschau wird diskutiert, geplant, gebaut und dann auch ziemlich schnell fertiggestellt.

17.46 Uhr. Das wird die Abfahrt des Radweges auf der Śródmieście-Seite (also zur Stadtmitte hin):

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Links auf dem Bild erkennt man unter der Hauptfahrbahn das Geländer des darunter gehängten Radweges.

17.49 Uhr:

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Bei dem in Warschau üblichen Bautempo rechne ich mit einer Eröffnung noch vor Sommeranfang.

Als Berliner muss man sich über diese Zeitabfolge schon etwas wundern. Vielleicht sollte ein Pole oder eine Polin die Bauleitung des Flughafens BER übernehmen.

  • Mitte Februar 2015: Brand und anschließende Vollsperrung der Brücke,
  • Mitte April 2015: Beginn der Sanierung,
  • Ende Oktober 2015: Wiedereröffnung und Freigabe für den Autoverkehr,
  • Ende Dezember 2016: Beginn der Bauarbeiten der Radwege.

Dann kann ich bald meine 6-Brücken-Tour wiederholen. Auf der ich vor über einem Jahr die most Łazienkowski schon überquert hatte. Auf dem eigentlich gesperrten schmalen Fußgängerweg.

Architektur

Pragaer Brandmauer

24. März 2016, 13.07 Uhr

Ulica Targowa:

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Architektur

Pragaer Hinterhof

24. März 2017, 12.53 Uhr

Marienstatue in der ulica Brzeska:

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Architektur

Rotunda szkieleta

19. März 2017

Die Rotunda an der großen Kreuzung ulica Marszałkowska / aleje Jerozolimskie wird abgerissen und soll durch einen (äußerlich) sehr ähnlichen Neubau ersetzt werden. Die Abbrucharbeiten haben vor etwa einer Woche begonnen. Das Hochhaus dahinter steht schon sein etwa einem Monat nicht mehr. So weit. So bekannt.

Am Donnerstag hat der Hauptstadt-Konservator einen Abrissstopp verhängt, da nun doch der Denkmalschutz des gesamten Gebäudes anerkannt erkannt wurde.

17.25 Uhr:

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Die Abrissarbeiten durften überhaupt nur stattfinden, da das Gebäude nicht mehr dem Originalgebäude entsprach. Dieses wurde 1979 bei einer nie ganz aufgeklärten Explosion zerstört, direkt danach wurde in gleicher Form wieder aufgebaut.

Nun wurde festgestellt, dass die Stahlkonstruktion doch die Originalkonstruktion von 1966 ist. Der eingeschränkte Denkmalschutz (Abriss und ähnlicher Neubau) wird ersetzt durch uneingeschränkten Denkmalschutz (Erhalt der Gesamtstruktur).

17.29 Uhr:

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17.30 Uhr:

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Am Freitag sprach ich mit Patryk, einem meiner Warschauer Neu-Bekannten, über diese Aktion. Denkmalschutz. Trotzdem Abriss. Und nun Abrissstopp. Er mutmaßt, dass dieses Gerippe die nächsten Jahre genau so stehen bleiben wird. Das sei dann die polnische Lösung. Irgendwas nicht ganz zu Ende denken und am Schluss hinschludern.

Architektur

Das verranzte Praga verschwindet

15. März 2017, 15.21 Uhr

Es gibt noch »erste Male« für mich in Warschau. Heute: das erste Mal auf dem Markt in Praga, dem bazar Różyckiego:

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Ich dachte ja immer, das sei ein großer Ramsch- oder Flohmarkt, auf dem alles Mögliche verkauft werde. Tatsächlich gibt es hier aber nur Textilien, Schuhe, Handtaschen und Kosmetika zu kaufen. In unzähligen Bretterbuden. Aber alles relativ ordentlich.

Ob dieser Basar so in zehn Jahren noch existieren wird? Die Straße, den Basar im Osten abschließt, die ulica Brzeska, ist in meinen Augen die am meisten abgeranzte Straße Pragas, was die Bausubstanz angeht. Aber wie man auf dem Foto auch sieht, wird dort jetzt mit der Sanierung begonnen.

Direkt nebenan, in der ulica Ząbkowska, gedeiht schon das Hipster-Warschau.

Architektur

Wieder ohne Bauzaun

9. März 2017, 12.05 Uhr

Das Warschau-Museum (Muzeum Warszawy) ist in mehreren Gebäuden am Marktplatz der Altstadt (Rynek Starego Miasta) untergebracht. Die Gebäude wurden in den vergangenen zwei Jahren saniert. Jetzt ist das erste Mal seit langer Zeit der Bauzaun vor den Gebäuden weg und man hat wieder freien Blick auf das komplette Ensemble:

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Architektur

Hof in der Nachbarschaft

7. März 2017, 13.01 Uhr

Nachdem ich vor ein paar Tagen via Kommentar den Hinweis bekam, dass sich bei mir in der Nachbarschaft am plac Bankowy so eine Art »Hackesche Höfe« befänden, musste ich das heute auf dem Weg nach dem Einkaufen mal anschauen gehen:

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Klick aufs Bild öffnet große 360-Grad-Ansicht

Ich würde mal sagen, der Vergleich hinkt gewaltig. Es ist zwar ein sehr hübscher, aber eben auch nur ein einziger Hof, nicht besonders groß, keine Gastronomie draußen (zumindest jetzt, Anfang März noch nicht) und außerdem fehlen die fünf Millionen Touristen.

Architektur

Abbruch Ost

12. Februar 2017, 10.47 Uhr

Es werden tatsächlich noch immer Plattenbauten im Osten abgerissen:

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Das Gebäude links im Bild. Ich nehme an, das ist Neuberesinchen.

Ich dachte, das sei vorbei, weil inzwischen Wohnungen fehlen.

Aus dem fahrenden Zug zwischen den Bahnhöfen Frankfurt (Oder) und Oderbrücke fotografiert.

Architektur

Einkaufen im ehemaligen Kino Femina

31. Januar 2017

Über dem Eingang hängt noch die charakteristische Leuchtreklame (die wird dort auch bleiben), die ZTMHaltestelle an der Aleja Solidarności heißt noch »Kino Femina«, Filme gibt es drinnen aber keine mehr.

11.43 Uhr. Sieht von außen noch immer aus wie ein Kino:

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11.59 Uhr. Inzwischen ist aber Biedronka eingezogen, eine spanisch-portugisische-polnische Supermarktkette:

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Das Kino und das Gebäude haben eine sehr interessante Geschichte. Eröffnet wurde das Kino noch vor dem Zweiten Weltkrieg, während des Krieges lag es im Gebiet des Warschauer Gettos, es hat als eines der wenigen Gebäude in der Umgebung die Niederschlagung beider Aufstände überstanden, es war im Jahr 1996 nach einem Umbau das erste Mulitplexkino Warschaus, bis September 2014 das älteste noch in Betrieb befindliche Kino in der Stadt.

Trotz Protesten schloss es, der Kinosaal wurde umgebaut und beherbergt jetzt einen Supermarkt.

Architektur

Rotunda-Abschiedsfotos (aus der Reihe »Kommt weg«)

8. Januar 2017

Wenn mich nicht alles täuscht, wird kommende Woche mit dem Abriss der Rotunda begonnen.

14.14 Uhr. Blick von Westen – das Hochhaus »Universal« dahinter ist bis auf die letzten drei Stockwerke schon abgetragen:

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14.16 Uhr. Blick von Süden:

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14.18 Uhr. Blick von Südosten:

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Architektur

Gast aus Berlin

31. Dezember 2016, 15.24 Uhr

Der weiß-blaue Kasten an der Weichsel ist die ehemalige Berliner Temporäre Kunsthalle:

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