Archive for the 'Andenken' Category

Andenken

Besuch bei Tata

25. April 2017, 18.07 Uhr

Fast schon eine Tradition, der gemeinsame Besuch an Edvards Vaters Grab auf dem Cmentarz Bródnowski, wenn Edvard in Warschau ist:

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Andenken

»Night will fall«

30. Januar 2017, 22.49 Uhr

Ein sehr, sehr schmerzhafter Film:

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»Night will fall«, ein Dokumentarfilm, der 1945 unter anderem von Sidney Bernstein und Alfred Hitchcock produziert, der aber nie in der Form gezeigt wurde, wie er ursprünglich geplant war.

Jetzt kann man ihn sozusagen als Dokumentation über die Dokumentation sehen. In der ARD-Mediathek (abrufbar bis 6. Februar 2017 nur nach 20 Uhr) oder direkt über diesen Link.

Der letzte Satz im Film lautet: »Wenn die Welt keine Lehre zieht aus diese Bildern, kommt Finsternis über die Menschheit.«

In Zeiten von Donald Trump und von ihm erlassenen Einreiseverboten ist dieser Film erschreckend aktuell.

Andenken

Hommage an Jean-Christophe Victor

8. Januar 2017, 10.30 Uhr

Erst gestern Abend bekam ich mit, dass Jean-Christophe Victor Ende letzten Jahres überraschend an einem Herzinfarkt verstorben ist. Er war einer meiner Lieblinge auf arte. Wer einmal »Mit offenen Karten« Les Dessous des cartes«) gesehen hat, kennt sein Gesicht.

Ein bisschen fühlte ich mich immer mit ihm verbunden, weil wir am gleichen Tag Geburtstag hatten.

arte zeigt noch bis Oktober 2017 eine Hommage an ihn. Sehr sehenswert. Wie alle Folgen von »Mit offenen Karten«.

Andenken, Antiquitäten, Autos

Dreißig Jahre Halbwaise

2. Dezember 2016, 19.31 Uhr

Heute vor dreißig Jahren starb mein Vater.

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Mit dem Tod meines Vaters war für mich mit zwanzig Jahren ziemlich schnell Erwachsenwerden angesagt. Ein Jahr später zog ich nach Berlin.

Wenn ich Kinderbilder von mir sehe, auf denen ich deutlich jünger als vier Jahre war (auf dem Foto oben von März 1968 war ich noch keine zwei Jahre alt), finde ich, dass ich damals oft ziemlich dümmlich aus der Wäsche geguckt habe. Okay, nicht immer:

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Manchmal auch ganz süß: Fotos vom August 1968, vermutlich von meiner Großmutter gemacht.

Verrückt. Die Bilder sind auf dem Weg von oder nach Italien entstanden. Da zog sich mein Vater für eine relativ lange private Autofahrt eine Krawatte an. Das würde heute auch niemandem mehr einfallen.

Andenken

August

1. Dezember 2016, 15.55 Uhr

Statt eines Besuchs am Grab:

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Heute ist fünfter Christa Wolfs fünfter Todestag.

Eigentlich dachte ich, ich sei heute schon in Berlin, dann wäre ich mit Herrn Neubert an ihr Grab gepilgert. Stattdessen gibt’s eine gestern in der Bibliothek des Goethe-Instituts eingepackte Hörbuch-CD. Christa Wolf, gelesen von Dagmar Manzel.

Andenken

Godzina »W«

1. August 2016, 17.00 Uhr

An jedem 1. August ertönen in Warschau um Punkt 17 Uhr Feuerwehrsirenen und die ganze Stadt steht für eine Minute still:

Das nennt sich »Godzina ›W‹«, Stunde W. W wie walka, Kampf.

Heute vor 72 Jahren begann der Warschauer Aufstand gegen die deutsche Besetzung. Und ich stehe auf meinem Balkon und bekomme Gänsehaut und feuchte Augen, weil mir mal wieder bewusst wird, dass ich mitten in total historischem Gebiet wohne.

(Aufgenommen mit Vine.)

Andenken

Hello Spaceboy

30. April 2016, 19.16 Uhr

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Ulica Potocka / Ecke ulica Marii Kazimiery.

Andenken

96 Tote

9. April 2016, 18.19 Uhr

Seit eigenen Tagen wird der 96 Toten von Smolensk mit Porträts auf einem Gebäude des Verteidigungsministeriums am am Piłsudski-Platz (plac Piłsudskiego) gedacht:

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Ich musste mein Bild von Maria Kaczyńska ja deutlich korrigieren. Ich dachte lange Zeit, sie sei eine Art stumme Dienerin ihres Ehemannes Lech gewesen. War sie wohl aber gar nicht. Sie hatte fast schon liberale Ansichten und tat diese durchaus auch kund. So unterstützte sie beispielsweise 2007 eine Initiative, das Abtreibungsrecht nicht zu verschärfen.

Andenken

jest 18:17

18. März 2016, 18.17 Uhr

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Blümchen für Frau Wolf

1. Dezember 2015, 12.38 Uhr

Ein kleines Blumensträußchen für Christa Wolf auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof:

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Heute ist sie vier Jahre tot.

Andenken

75 Jahre Warschauer Getto

15. November 2015, 14.30 Uhr

Heute vor 75 Jahren begann der Bau der Warschauer Gettomauer und damit die Abriegelung eines Teils der Warschauer Innenstadt:

Seit einem Jahr wohne ich direkt an der Grenze des ehemaligen Gettos.

200 Meter Luftlinie von meiner Wohnung entfernt stand einst die größte Synagoge Warschaus (wielka Synagoge):

Andenken

2-Friedhöfe-Tour

1. November 2015

18.31 Uhr. Ein Kerzchen und drei Tränen auch für Winnie:

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18.50 Uhr. Blick über Gräber auf dem Cmentarz Bródnowski:

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Andenken

jest 18:17

1. November 2015, 18.27 Uhr

Mit Edvard am Grab seines vor acht Wochen verstorbenen Vaters:

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Andenken

2-Friedhöfe-Tour

1. November 2015

Allerheiligen ist für mich – als aus einer unchristlichen Familie und aus dem protestantischen Südwesten bzw. dem atheistischen Berlin stammenden Menschen – ein Feiertag ohne tiefere Bedeutung.

Sehr beeindruckend fand ich allerdings im Jahre 1991 eine zweitägige Autofahrt (avec ma déesse und zwei Freunden aus Szczecin) am 31. Oktober von Stettin nach Krakau. 1991 gab es ungefähr drei Kilometer Autobahn in Polen. Wir sind also die gesamte Strecke über »die Dörfer« gefahren. Mit einer Übernachtung in Poznań (an meine damalige Eindrücke der Stadt kann ich mich leider kaum noch erinnern).

Es war damals total neblig. Das machte das Autofahren (vor allem in der Dunkelheit) nicht einfacher, sorgte aber dafür, dass vor jeder noch so kleinen Ortschaft die Friedhöfe schon von Weitem regelrecht leuchteten. Ich erinnere mich noch an dieses sehr bizarre Licht nach Einbruch der Dunkelheit. Und an die vielen Leute auf der Straße.

Nun also mein zweites Wszystkich Świętych in Polen.

17.22 Uhr. Auf dem Powązki-Friedhof (Cmentarz Powązkowski) in der ulica Powązkowska in Wola:

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17.30 Uhr:

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17.34 Uhr:

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17.51 Uhr:

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17.55 Uhr. Kościół Świętego Karola Boromeusza:

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Dass dieser Friedhof riesig ist, bemerkte ich schon vor einigen Monaten, als ich ihn zusammen mit Tue einmal mit dem Rad umfuhr, um den Eingang zum jüdischen Teil des Friedhofs zu finden.

Wie viele Leute auf so einen nächtlichen Friedhof passen, hätte ich mir nicht vorstellen können. Das Ganze wirkt eher wie ein fast schön fröhliches Straßenfest.

Alle Straßen drumherum sind für den Individualverkehr gesperrt. Nur Busse und Taxen fahren. Und die in Massen.

Auf zum zweiten Friedhof des heutigen Abends:

Andenken

Ach Winnie

30. September 2015, 16.38 Uhr

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Ach Winnie. Ich vermisse dich total.

Andenken

jest 18:17

26. September 2015, 18.17 Uhr

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Rest der Warschauer Gettomauer in der ulica Złota.

Andenken

Die Banalität des Bösen

26. September 2015

Bis vor ein paar Tagen wusste ich gar nicht, dass es tatsächlich noch Reste der Warschauer Gettomauer gibt. Ich las davon dieser Tage in einem Buch, das mir meine »kleine« Schwester geschenkt hatte. Ich merkte mir eine der Adressen (Westliche ulica Złota, Hausnummer 62) und dachte, wenn du da mal langfährst, guckst du dir das an.

Die Mauer liegt ziemlich versteckt in Hinterhöfen. Stünden am Straßeneingang zum ersten Hof und unterwegs nicht überall kleine (viersprachige – Polnisch, Englisch, Deutsch, Hebräisch) Hinweisschilder, man würde sie kaum finden.

18.10 Uhr. Dann stehe ich da:

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Vor mir eine Gruppe von Touristen mit einem Stadtbilderklärer. Der Hebräisch spricht.

Mir geht durch den Kopf, dass das von der Optik her auch ein sanierter Hinterhof in Prenzlauer Berg sein könnte. Dass sich die Bewohner des Hauses sicherlich über die neuen Balkongeländer gefreut haben. Dass es komisch ist, hier als Deutscher zu stehen und vor sich einer Gruppe von Israelis zu wissen. Dass es mich ein bisschen beruhigt, dass keiner meiner Großväter Nazi war (so ist zumindest mein Wissensstand). Dass es unvorstellbar ist, wie es hier vor 75 Jahren ausgesehen haben muss. Mir fällt Hannah Arendt und der von ihr geprägte Begriff der »Banalität des Bösen« ein.

18.12 Uhr. Einen Hof weiter sieht es noch surrealer aus:

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Ein sehr gepflegter Innenhof, ein Stück unverputzter Mauer, die an manchen Stellen von kleinen »Dächern« vor Witterung geschützt zu werden scheint. An den Fassaden der sanierten Wohnhäuser im Abstand von ein paar Metern zweisprachige Schilder (Polnisch und Englisch), man möge sich dich bitte nicht an die Hauswände lehnen.

Andenken

jest 18:17

26. August 2015, 18.17 Uhr

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Andenken

Geburtstagsblumen für Winnie

13. Juli 2015, 19.48 Uhr

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Andenken

Nie wieder Antidemokratie!

8. Mai 2015, 16.38 Uhr

Denkmal für die von den Nazis ermordeten Reichstagsabgeordneten:

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