17. Februar 2017. 8.16 Uhr

Das mit der Luftverschmutzung in Warschau wird langsam echt zu einem Problem:

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Dazu muss man wissen, dass in anderen Staaten der EU bereits ab einer Feinstaubbelastung von 80 PM₁₀/m³ (das sind 80 Staubpartikel mit einer Größe weniger als 10 µm pro Kubikmeter Luft) Feinstaubalarm ausgelöst wird. Wir haben jetzt 170 Partikel mit einer Größe von weniger als 2,5 µm. Also dreifache Menge vierfach kleinerer Partikel. Kleinere Partikel sind schädlicher für den Organismus, da sie tiefer in Lunge und Gewebe eindringen können.

Wenn ich das jetzt richtig überblicke, wurde dieser Wert von 80 PM₁₀ seit Wochen permanent überschritten.

Smogalarm in Warschau wird erst ab einem Tagesmittelwert von 180 PM₁₀ ausgerufen. Dann gibt es aber weder Fahrverbote noch Reduzierung von Industrieanlagen, dann wird lediglich der öffentliche Nahverkehr kostenlos angeboten.

Das hier ist eine Grafik der Luftbelastung der vergangenen 24 Stunden:

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Quelle: powietrze.gios.gov.pl

Die blaue Kurve ist die PM₁₀-Belastung. Wie man sieht, war der Wert gestern Vormittag sogar auf über 400 PM₁₀ angestiegen. Smogalarm gab es nicht, weil der Tagesmittelwert dann doch unter dem polnischen Grenzwert von 180 PM₁₀ lag. Wie gesagt: beispielsweise in Frankreich liegt der Wert für Smogalarm bei 80 PM₁₀.