7. Oktober 2016, 20 Uhr

So. Mein iMac ist kaputt. Total. Die Festplatte ist es nicht. Der Arbeitsspeicher ist es nicht. Es ist wohl das Logicboard.

Der Rechner startet nicht mehr. Nach dem Einschalten drehen die Lüfter komplett hoch, der Monitor fängt nach ein paar Sekunden an, vom Tiefschwarz in ein leichtes Dunkelgrau zu flackern. Mehr passiert nicht.

Ein Start im Target Disk Mode gelingt natürlich auch nicht.

Starten von einem USB-Stick (mit dem Betriebssystem drauf) will selbstredend auch nicht funktionieren.

Ich habe beide RAM-Riegel abwechselnd ausgebaut. An denen liegt es auch nicht. Wenn gar kein RAM drin ist, erkennt der Rechner das immerhin noch und hupt ganz aufgeregt.

Und nun? Außer schlechter Laune?

Ich könnte das Logicboard austauschen. Ersatz gibt es bei eBay für 200 Euro. Dann habe ich einen acht Jahre alten Rechner mit einem Gebrauchtteil drin, das auch jederzeit den Geist aufgeben könnte. Außerdem ist es ziemlich fummelig, die Hauptplatine auszutauschen. Erledigt hätte ich das wohl frühestens in einer Woche.

Ich könnte einen neuen Rechner kaufen. Dafür müsste ich meine Finanzreserven räubern, den Rechner wegen der Steuer in Deutschland bestellen und hätte frühestens in einer Woche Ersatz.

Ich könnte für mein MacBook, das ich zum Glück noch habe, einen externen 24- oder 27-Zoll-Monitor kaufen. Bestellung und Wartezeit wegen deutscher Steuer: ebenfalls mindestens eine Woche.

Ich könnte morgen hier in Warschau in einen Elektronikmarkt gehen und einen großen Monitor kaufen, den ich nicht von meiner deutschen Umsatz- und meiner Einkommensteuer absetzen kann. (Alleine für die dann nicht erstattete Umsatzsteuer könnte ich nach Berlin und zurück fahren.)

Ich könnte meine Sachen packen und nach Berlin fahren und dort den Katalog, an dem ich gerade arbeite, zu Ende bringen.

Ich kann aber auch versuchen, den Katalog bis Ende des Monats an einem 13-Zoll-Monitor zu erledigen.

Alles nicht so toll. Mann. Warum gerade jetzt?

Scheiße.