Archive for September 10th, 2016

Ausdauer, Ausflüge

Tag 1

10. September 2016, 19.45 Uhr

Von Allenstein (Olsztyn) bis Daumen (Tumiany).

gefahrene km: 37, Fahrzeit: ca. 2 Stunden.

Ausflüge

Wartenburger Fundstücke

10. September 2016

Kleiner Schlenker durch Wartenburg in Ostpreußen (Barczewo).

18.53 Uhr: St.-Anna-Kirche (kościół Świętej Anny i Świętego Szczepana):

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18.54 Uhr. Rathaus (ratusz):

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18.56 Uhr. Marktplatz und St.-Anna-Kirche:

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19.01 Uhr:

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Ausflüge

jest 18:17

10. September 2016, 18.17 Uhr

Auf der DK 16 (droga krajowa nr 16) bei zwischen Allenstein (Olsztyn) und Wartenburg in Ostpreußen (Barczewo):

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Architektur, Ausflüge

Allensteiner Fundstücke

10. September 2016

Kleine Rundfahrt mit dem Fahrrad durch Allenstein (Olsztyn).

15.43 Uhr. Gemüsebällchen in der bar mleczny Hubar Green Way:

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16.06 Uhr. Das ganz hässliche Polen:

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Nicht die Fummeltranse auf dem Foto, sondern die Zeitung Gazeta Polska. Ich würde sagen, die ist eines der übelsten Massenmedien in Polen nach Radio Maryja. PiS-nah, stramm nationalkonservativ, gegen Immigranten, gegen Deutsche, gegen Brüssel (außer dem Geld, das ist willkommen), gegen Schwule und Lesben. Eigentlich gegen alles, was nicht »ordentlich« polnisch ist.

Skandal. Tęczowe flagi ulicach miasta. Czy homolobby rządzi Poznaniem. Skandal. Regenbogenflaggen auf den Straßen der Stadt. Regiert die Homolobby Poznań?

In Posen (Poznań) findet am übernächsten Wochenende die parada równości (Gleichheitsparade) statt. Ich weiß es natürlich nicht als Augenzeuge, aber ich vermute mal, dass drei bis acht Regenbogenfahnen öffentlich in der Stadt sichtbar sein werden. Das ist natürlich ein totaler Skandal. Bestimmt haben die Deutschen das angezettelt. Oder Brüssel. Und demnächst geht die Welt jenseits der Oder unter.

17.14 Uhr. Richtstraße (ulica Prosta) und in Verlängerung Oberstraße (ulica Starowiejska) sowie das Hohes Tor (brama Górna):

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17.16 Uhr: Hinterkirchnerstraße (ulica Leona Włodarczyka) mit der querenden Carlstraße (ulica Joachima Lelewela):

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17.18 Uhr. Links Jägerstraße (ulica Feliksa Nowowiejskiego) und in der Mitte Jacobstraße (ulica Marii Skłodowskiej-Curie):

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17.20 Uhr. Guttstädter (später Hindenburgstraße) (ulica 1 Maja) am Neuen Rathaus (Nowy Ratusz):

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17.21 Uhr. Oberrohstadt (später Zeppelinstraße) (ulica 11 Listopada):

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17.28 Uhr. Die erst im vergangenen Jahr (wieder) gebaute Allensteiner Straßenbahn (tramwaje w Olsztynie) auf der Kleeberger Straße (aleja Marszałka Józefa Piłsudskiego):

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Magazinstraße (später Kaiserstraße) (ulica Dąbrowszczaków):

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17.29 Uhr. Kleeberger Straße (aleja Marszałka Józefa Piłsudskiego) mit Neuen Rathaus (Nowy Ratusz):

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17.36 Uhr. Magazinstraße (später Kaiserstraße) (ulica Dąbrowszczaków):

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17.40 Uhr. Magazinstraße (später Kaiserstraße) (ulica Dąbrowszczaków):

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17.41 Uhr. Magazinstraße (später Kaiserstraße) (ulica Dąbrowszczaków):

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17.46 Uhr. Der leider noch immer sehr hässliche Allensteiner Hauptbahnhof (Olsztyn Główny):

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Ausflüge

Dzień dobry Olsztyn

10. September 2016, 15.27 Uhr

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Marktplatz (Stare Miasto rynek) in Allenstein (Olsztyn).

(Wach seit ¼ nach 7.)

Ausflüge

Kleine Welt (auch im fernen Masuren)

10. September 2016

Diese kleine Gesichte beginnt schon um 12 Uhr im Zug.

Die Reihe vor sitzt mir ein Paar, etwa mein Alter. Er liest in einem Buch, das ich selber besitze und das ich wegen des ungewöhnlichen Formats gleich erkenne. Ein Radfahratlas für Polen.

»Darf ich raten? Sie sind Radtouristen aus Deutschland auf dem Weg nach Masuren.«

»Ja, sind wir.«

Im Zug keine große weitere Unterhaltung.

Nach knapp drei Stunden Fahrt steigen wir zusammen in Allenstein (Olsztyn) aus. Am Bahnhof quatschen wir noch ein bisschen, ich denke, vor allem die Frau hört sich irgendwie leicht schwäbisch an.

Die zwei wollen drei Wochen hier in Masuren mit ihren Rädern unterwegs sein und fliegen dann ab Warschau zurück.

»Darf ich fragen, wohin Sie dann fliegen?«

»Nach Stuttgart. Wir wohnen aber nicht in Stuttgart. In der Nähe. Den Ort kennen Sie vielleicht. Wegen der Bausparkasse. Wir kommen aus Schwäbisch Hall

Ich grinse, zücke meinen Ausweis und meine, sie sollen auf meinen Geburtsort schauen.

»Das ist ja verrückt. Bei Ihnen hört man das aber gar nicht, dass Sie aus Hall kommen.«

»Ich hab nie anders gesprochen. Obwohl ich dort geboren wurde und zwanzig Jahre gelebt habe.«

»Dann kennen Sie vielleicht auch Tullau. Da wohnen wir genau.«

»Mein vor knapp zwei Jahren verstorbener Onkel hat dort gelebt.«

»Wie hieß der denn?«

»Gallinat.«

»Nee, kennen wir nicht.«

Ich geben ihnen noch zwei Tipps (von in dem Buch angegebenen, aber inzwischen geschlossenen Campingplätzen), wünsche ihnen gute Fahrt und ziehe gen Innenstadt.

Ausblicke

Mein erstes Mal

10. September 2016

Zu meiner großen Überraschung fahre ich heute mit einem ganz neuen PKPIC-Triebzug von Stadler. Die Fahrzeuge sind seit etwa einem Jahr in Betrieb, ich kannte sie bisher nur von außen.

12.02 Uhr. Theoretisch schlau, in der Praxis leider blöd:

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Die Fahrradmitnahme (sechs Fahrräder für den ganzen Zug) ist hängend neben Sitzplätzen vorgesehen. Wenn man nicht nur 20-Zoll-Klappfahrräder einhängt, bleibt leider kaum Platz für den Durchgang der Passagiere. Vor allem im Schulterbereich (der Passagiere) bzw. auf Höhe der Fahrradlenker wird es arg eng.

12.27 Uhr. Sehr schick finde ich die sehr großen Bildschirme überall im Zug, die den Zugverlauf, die nächsten Bahnhöfe, die aktuelle Zeit, die aktuelle Geschwindigkeit und die aktuelle Außentemperatur anzeigen:

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12.29 Uhr. Dieser neue IC-Triebzug hat auch ein Bordbistro. Leider nur halb so groß wie die WARS-Speisewagen, die ich vom Berlin-Warszawa-Express kenne (und die ich so liebe):

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Es gibt einen Tisch für vier Personen und zwei Tische für jeweils zwei Personen. Leider sind die Lehnen extrem steil. Ich würde sagen, die Lehne steht im 90-Grad-Winkel zur Sitzfläche. Besonders bequem sitzt man da nicht. Ist vielleicht auch so gedacht. Ich vermute, die Gäste sollen kurz essen und danach die Tische wieder frei machen.

12.45 Uhr. Wer sich auf dem Bild oben über den großen Teller gewundert hat. Das habe ich auch. Mein erster Gedanke war, wow, das sind ja üppige Teller. Es ist aber kein Porzellangeschirr (wie im BWE), sondern welches aus Styropor. Auch der Kaffee wird in Einweggeschirr serviert. Das Besteck ist – genau – aus Plastik:

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Dafür gibt es Punktabzug. So viel Müll zu produzieren, ist wirklich nicht nachhaltig.

14.16 Uhr. Schön renovierter (Unterwegs-)Bahnhof Osterode (dworzec kolejowy Ostróda):

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14.50 Uhr. Nicht mehr meine erste Ankunft am Hauptbahnhof Allenstein (Olsztyn Główny):

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Leider noch immer ohne Aufzug.

Ausflüge

9 Minuten bis Gleis 1

10. September 2016, 11.50 Uhr

[ohne Bild]

Neun Minuten nach Verlassen meiner Wohnung habe ich – noch fünf Minuten vor Abfahrt meines Zuges – den Bahnsteig 1 am Bahnhof Warszawa Centralna erreicht.

Ausflüge

Kommt alles mit

10. September 2016, 11.23 Uhr

In exakt 32 Minuten geht mein Zug, gepackt habe ich noch nicht (immerhin habe ich gefrühstückt und bin geduscht), aber ich habe seit gestern schon alles bereitgelegt, was mit auf die Reise nach Masuren muss:

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Links neben meinem MacBook übrigens das ausgedruckte Online-Zugticket. 49 Złotych. Das sind etwa 12 Euro. Für eine Direktverbindung mit IC. Etwa 300 Kilometer Strecke. Inklusive Platzreservierung und Fahrradmitnahme. Nimm das, Deutsche Bahn! So viel würden in Deutschland alleine die Platzreservierung und die Fahrradkarte kosten.

Das rechts neben dem MacBook, in der schwarz-grauen Tasche, das ist mein Zelt. So als Größenvergleich. Rechts daneben meine Isomatte.