31. Mai 2014, 20.05 Uhr

Vor drei Tagen sah Aron, dass die drei Krähenküken ihr Nest verlassen haben und auf Ästen neben dem Nest saßen. Gestern hielten wir beide nach den Kleinen Ausschau und konnten sie nicht mehr sehen. Wir ahnten schon Schlimmes: Füchse. Katzen. Hunde.

Und nun das:

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Das Foto (durch mein Fernglas aufgenommen) ist zwar sehr unscharf, aber ich kann alle drei Küken einige Bäume weiter sehr deutlich sehen. Bei einem Halbwüchsigen konnte ich sogar beobachten, wie es gefüttert wurde.

Jetzt sitzen die Kleinen in dem Baum, in dem ihre ein Jahr alten Geschwister, die wieder bei der Aufzucht helfen, aufgewachsen sind. Ein bisschen können sie also schon fliegen. Der Baum ist einfach zu weit weg vom Baum mit ihrem Nest.

Wenn ich meine Krähen-Aufzeichnungen der letzten Jahren anschaue, gibt es frappierende Parallelen:

2013 gab es wie dieser Tage auch kurz nach Ende der Nestzeit der Jungvögel ein langes, für mich sehr auffälliges Pausieren von Mutti auf meiner Fensterbank. 2013 war es am 5. Juni, dieses Jahr am 28. Mai.

2013 verließen die Jungvögel ihr Nest am 6. Juni, dieses Jahr am 27. Mai.

Die Brut begann in diesem Jahr allerdings wegen des milden Winters auch eine Woche früher als üblicherweise. 2013 war es der 21. April, 2014 begann die Brut bereits am 11. April.

In den nächsten zwei bis drei Wochen rechne ich mit Besuch der Kleinen auf meiner Fensterbank. 2013 war es der 1. Juli.