10. Juli 2013

20.05 Uhr. Im Bahnhof von Elbing (Elbląg):

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Den kenne ich von meiner Radtour von vor drei Jahren noch im Während-Sanierungs-Zustand. Trotzdem noch mit altem (niedrigen) Bahnsteig.

Mein Zug hält übrigens in fast jedem Bahnhof auf mindestens eine Zigarettenlänge. Zumindest springen viele Fahrgäste in den Bahnhöfen auf und gehen vor dem Zug rauchen. Kein Vergleich zum hektischen Bahnverkehr in Deutschland.

20.13 Uhr. Mit einem tollen Sonnenuntergang empfängt mich Westpreußens Landschaft:

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20.32 Uhr. Für mich nun schon das zweite Mal, dass ich mit der Bahn an der Ordensburg Marienburg (zamek w Malborku) vorbeifahre:

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Die Bahn fährt an der Anlage ähnlich nah vorbei, wie wir Berliner es von der Museumsinsel kennen. Dank aktueller Brückenbaustelle auch schön langsam.

20.34 Uhr. Ordensburg Marienburg (Zamek w Malborku) und Nogat (Nogat):

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21.09 Uhr. Auch schon das zweite Mal, die Überquerung der Weichsel (Wisła) über die sehr imposante Eisenbahnbrücke bei Dirschau (Tczew):

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Die Brücke wirkt fast wie ein Playmobil-Ritterburg-Modell.

21.10 Uhr.  Weichsel (Wisła):

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21.29 Uhr. Es wird jetzt schon sehr danzigerisch. Auf dem Nebengleis ein Zug der SKM:

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Die SKM ist die Nahverkehrsgesesllschaft der Dreistadt (Trójmiasto).

Wenn deren blau-gelbe Züge auftauchen, ist Danzig nicht mehr weit. So wie wenn im Umland von Berlin die ersten bordeauxrot-ockerfarbenen S-Bahn-Züge auftauchen.

21.48 Uhr. Danzig Hauptbahnhof (Gdańsk Główny). Man beachte die schmiedeeisernen Träger der Dachkonstruktion:

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22.01 Uhr. Fast pünktliche Ankunft in Danzig-Langfuhr (Gdańsk Wrzesczc):

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Als fleißigem Gazeta-Wyborcza-Online-Leser ist mir natürlich bekannt, dass der Bahnhof samt seiner Bahnsteige noch nicht renoviert ist (genauer gesagt, ist sogar ein kompletter Neubau des Bahnhofs geplant), aber in der Nähe des Bahnhofs ein neues Hochhaus schon steht.

22.47 Uhr. Empfangen werde ich von Dominik mit einem leckeren Abendessen:

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Ich fühle mich fast schon ein bisschen, wie zu Hause angekommen.

Schön, wenn sich jetzt neue deutsch-polnische Netzwerke spinnen. Dominik habe ich vor zwei Monaten im Schillertheater kennengelernt. als ich dort mit Adam Agrippina sah. Adam und Dominik sind schon länger befreundet.

Hoffentlich tut es Dominik nicht noch eines Tages Leid, dass er mir mich mit so viel Nachdruck nach Danzig einlud.