8. Juli 2013

20.13 Uhr. Dorfstraße in Kronau (Kronowo), wieder so ein Maximal-zehn-Gebäude-Dörfchen:

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Ab hier bevorzuge ich dann doch die befestigten Straßen. Trotzdem weiterhin nur Wald, Felder und ein paar Gewässer um mich herum.

20.34 Uhr. Plötzlich taucht Zivilisation auf. Kurz zuvor sah ich aus der Ferne schon einen Schienenbus in die andere Richtung fahren:

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Im Vorbeifahren kann ich noch die Zuglaufschilder lesen: SzczecinBiałystok. Das ist der Zug, mit dem ich schon mehrmals ab Stettin bis Zoppot fuhr.

20.36 Uhr. Nur die Rücklichter des Zuges sind noch zu sehen. Und ich wundere mich über die eingleisige Strecke:

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20.39 Uhr. Der Bahnhof von Groß Stürlack (Sterławki Wielkie), in dem der Zug kurz vorher noch stand, entpuppt sich als total verlassener Dorfbahnhof:

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Ich schaue auf den ausgehängten Fahrplan. Dort sind nur Regionalzüge nach Lötzen (Giżycko) und nach Rastenburg (Kętrzyn) eingezeichnet. Der Fernzug von Stettin (Szczecin) nach Białystok hat also nur wegen der Zugbegegnung dort gewartet.

Ab hier versagt übrigens meine Ost-West-Orientierung. Zuerst dachte ich, der Fernzug käme aus Białystok (also aus dem Osten). Tatsächlich fährt er dorthin. Das ist also wirklich der Zug, der morgens um halb zehn in Stettin (Szczecin) startet. Wahnsinn. Wie weit im Osten ich bin. Mit dem Zug wären es jetzt also elf Stunden bis nach Stettin (Szczecin). Und von dort aus noch einmal gut zwei bis Berlin.

21.01 Uhr. Sonnenuntergang hinter dem Deyguhner See (Jezioro Dejguny) bei Klein Stürlack (Sterławki Małe):

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Und wieder das Antreten gegen die Dämmerung.