31. Mai 2013, 8.09 Uhr

So ein total unscharfes Foto ist eigentlich unter meiner Würde:

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Vor meiner Wohnung ist ja dieses Nest meiner Krähen. Mit dem Fernglas sehe ich grundsätzlich ganz gut, seit drei Wochen ist allerdings die Belaubung der Kastanie so dicht, dass ich kaum noch direkt auf das Nest schauen kann. Heute ist relativ starker Nordwind, der die Äste zur Seite drückt (auf dem Foto kommt der Wind von rechts), so kann ich prima auf das Nest schauen. Üblicherweise hockt immer mindestens ein Elterntier so auf oder am Nest, dass ich nicht wirklich sehen konnte, was im Nest vor sich geht.

Jetzt endlich sehe ich sie ganz deutlich: zwei rote, weil aufgerissene, sehr hungrige Schnäbel. Das Gefummel mit iPhone am Fernglas, dazu die Entfernung, der starke Wind, das alles ergibt dieses verwackelte Foto. Aber durchs Fernglas kann ich die zwei Kinder wirklich total gut sehen.

Ach, wie schön! In mir kommen ein bisschen Vatergefühle auf …

Ich freue mich schon auf die erste Begegnung mit den Kleinen auf meiner Fensterbank. Mit Antonella und Dietmar.

Wie so eine junge Krähe in Nah ausschaut, muss hier schauen. Langjährige LeserInnen erinnern sich: vor zwei Jahren sammelte ich in der Nachbarschaft eine aus dem Nest gefallene Krähe auf und nahm sie für zwei Nächte zu mir nach Hause. August war sein Name.