Archive for November 10th, 2012

Autos, Autsch

Peinliche Karre

10. November 2012, 17.07 Uhr

2012-11-10-1707.jpg

Habt ihr schon einmal etwas Peinlicheres gesehen? Stretchlimos sind per se ja schon obergrottig, aber einen Sportwagen (in diesem Falle einen Chevrolet Camaro) zu zersägen und auf Schulbuslänge zu bringen, erfordert schon einen sehr kleinen Penis.

Ausblicke

Hallo Majolika

10. November 2012, 15.49 Uhr

Der »Blaue Strahl« im Schlossgarten:

2012-11-10-1549.jpg

Ausblicke

Hallo Schlossturm

10. November 2012, 15.47 Uhr

Schlossgarten und Schlossturm:

2012-11-10-1547.jpg

Ausblicke

Warum mir Karlsruhe sympathisch ist

10. November 2012, 13.30 Uhr

2012-11-10-1330.jpg

Seit gut einer Stunde sitze ich im Karlsruher Café am Markt. Ein eher unspektakulärer Laden, auch das Publikum ist eher langweilig, so omamäßig. Aber es versprach laut Karlsruhe-Stadtwiki freies WLAN und – das wusste ich vorher schon – einen schönen Blick über den Marktplatz der Stadt.

Das mit dem freien WLAN hat sich als Fehlinformation im Stadtwiki herausgestellt (den Fehler habe ich auch gleich selbst korrigiert), das mit dem Blick über den Marktplatz stimmt. Es fahren im Zehn- bis maximal Dreißig-Sekunden-Takt Straßenbahnen aus drei Richtungen vorbei, trotz Regens sind massenhaft Leute unterwegs und eine der Karlsruher Sehenswürdigkeiten, die Pyramide, habe ich auch im Blick.

Was ich aber vor allem an der Stadt mag, sind die relativ offenen Menschen. Keine total spießigen Schwaben, wie ich sie aus meiner eigentlichen Heimat Schwäbisch Hall oder aus Stuttgart kenne, auch keine schnodderigen Grobmäuler, wie die Berliner. Offen und interessiert erscheinen sie mir.

Eben sprach mich ein etwa siebzigjähriger Mann an. Er kam ins Café, schaute mich neugierig bis interessiert an, wie ich an meinem MacBook saß, nahm am Tisch neben mir Platz und kam dann zu mir herüber.

Entschuldigen Sie. Darf ich Sie etwas fragen?

Natürlich.

Sind Sie hier online? Gibt es hier im Café WLAN?

Nein, das mache ich mit meinem iPhone.

Ah, okay, danke.

Zwei Minuten später kommt er noch einmal zu mir.

Tut mir Leid, ich muss Sie noch einmal etwas fragen.

Kein Problem, nur zu, fragen Sie.

Wie geht das mit dem iPhone?

Er kramt sein iPhone raus.

Ich hab auch eines, geht das mit jedem iPhone?

Ja, grundsätzlich schon. Das nennt sich »Tethering«. Dazu müssen Sie mindestens iOS 5 installiert haben.

Er schaut mich fragend an.

Ist das ein iPhone 4 oder ein 4S, was Sie haben? Wissen Sie, welches Betriebssystem da installiert ist?

Nein.

Er gibt seinen PIN ein und drückt mir sein iPhone in die Hand.

Ich schau mal eben, was Sie da für ein iOS installiert haben.

Das ist iOS 4. Sie müssen erst das aktuelle Betriebssystem installieren, dann geht das auch bei Ihnen

Kostet das was?

Nein, das ist kostenlos. Haben Sie einen Mac oder einen PC zu Hause?

Einen PC.

Aber Ihr iPhone haben Sie mit iTunes gefüttert?

Ja.

Dann schließen Sie zu Hause das iPhone an den PC an, und lassen sich mit iTunes die neues Software für das iPhone installieren und dann haben Sie auch diesen Menüpunkt auf Ihrem Gerät.

Ich zeige ihm an seinem und meinem iPhone den Unterschied mit dem Menüpunkt »Persönlicher Hotspot«. Der ältere Herr strahlt übers ganze Gesicht, bedankt sich, zwischenzeitlich wurden sein Kaffee und sein Stück Kuchen gebracht, ich wünsche ihm, dass er sich seinen Kuchen schmecken lassen soll.

Solch eine Szene stelle man sich in Berlin vor. Oh. Stimmt. Pardon. So etwas passiert in Berlin ja nicht. Da sind ja alle cool und kaum einer spricht den anderen an. Oder wenn man Fremde anspricht, muss man befürchten, angerüffelt zu werden.

Und just in diesem Moment kommt ein anderer Mann, etwa in meinem Alter, der zwei Tische weiter mit Frau und zwei Kindern sitzt, zu mir und fragt mich, ob ich wisse, wo hier in Karlsruhe ein Mac-Händler oder eine Apple-Reparaturwerkstatt sei. Ich kann ihm immerhin sagen, wo er Gravis findet (obwohl ich Gravis ziemlich Scheiße finde).

Ach ja, der Kuchen hier im Café schmeckt auch.

Nachtrag um 15 Uhr: Mein MacBook-Strom ist alle. Ich frage die Bedienung, ob ich eine Steckdose hier im Café benutzen kann.

Hâ jôô.

Dabei schaut sie mich so verwundert an, als hätte ich gefragt, ob es mir erlaubt sei, hier im Café zu atmen.