Archive for Juli 11th, 2010

Aha, Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Diese Stadt hat alles

11. Juli 2010, 23 Uhr

Diese Stadt Elbing (Elbląg) hat alles: Eine am Sonntagabend um elf Uhr nicht verkehrende Straßenbahn, eine teilweise abgeschaltete innerstädtische Straßenbeleuchtung, eine nicht mehr vorhandene historische Innenstadt, ganz viele halbfertige Neubauten im Zentrum, kein geöffnetes Restaurant (von zwei Dönerbuden und einem hochpreisigen Spanier abgesehen), eine ausgestorbene Fußgängerzone, eine vierspurige „Prachtstraße“ mit Plattenbauten und ohne Verkehr, ganz viele geschlossene Bars, eine geöffnete Bar ohne Küche, aber mit gekühlten Żywiec im Angebot und mit großen historischen Fotos an den Wänden, damit jeder sieht, wie schön diese Stadt wohl einmal war.

Sehr komisch, der erste abendliche Eindruck von Elbing (Elbląg). Wo sind denn bitte die 120.000 Einwohner abgeblieben in dieser tropischen Sommernacht? In einer halben Stunde Rumgekurve durch die Innenstadt sind mir maximal zwei Dutzend Menschen begegnet. Sind die alle an der Ostsee? Oder schon im Bett? Hab ich die Evakuierung der Gegend wegen eines kollabierten russischen Kernkraftwerks verpasst? Oder liegt’s am Fußball-WM-Endspiel?

Wirklich ganz seltsam, die Stimmung hier. Ich bin mal gespannt, wie sich das morgen früh präsentiert.

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Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

Elbinger Fundstücke

11. Juli 2010

22.23 Uhr. Am Elbing (Elbląg):

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22.54 Uhr. In der dunklen Innenstadt (bei dreizehn Sekunden Belichtungszeit):

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Ausdauer, Ausflüge

Dieser Campingplatz in Elbing hat alles

11. Juli 2010, 22 Uhr

Dieser Campingplatz in Elbing (Elbląg) hat alles: Eine voll ausgestattete Küche, tolle Waschräume, nette Platznachbarn, Zentrumsnähe (nur fünfhundert Meter zur Stadtmitte), WLAN und fast dreißig Grad am Abend.



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Ausblicke

Elbinger Fundstücke

11. Juli 2010

19.04 Uhr. Auf dem Elbing (Elbląg):

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19.30 Uhr. Erster Blick von der Fähre »Anita« auf Elbings (Elblągs) Plattenbauten:

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19.55 Uhr. Ankunft in Elbing (Elbląg):

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Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

jest 18:17

11. Juli 2010, 18.27 Uhr

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Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

Fundstück vom Frischen Haff

11. Juli 2010

17.54 Uhr. Kormorane auf dem Frischen Haff (Zalew Wiślany):

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Arbeit, Ausblicke

Buchhaltung auf der Frischen Nehrung

11. Juli 2010

Schon sehr cool, wenn man sein Büro sozusagen in der Satteltasche hat.

15.45 Uhr:

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15.47 Uhr:

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Die Arbeitsbedingungen sind hier wie dort vermutlich gleich unangenehm: Außentemperatur über dreißig Grad. Innentemperatur kaum darunter.

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Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Das Fährdesaster von Kahlberg-Liep

11. Juli 2010, 13.30 Uhr

Natürlich musste es mich auch auf dieser Tour erwischen: ein Fährdesaster. Nach denen meiner Radtouren von 2009 und 2008.

Gestern hatte ich mir bei einem Fremdenverkehrsbüro den Fahrplan der Fähre von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) nach Frauenburg (Frombork) über das Frische Haff (Zalew Wiślany) eingesteckt. Nach diesem sollte die Fähre heute um 13.30 Uhr fahren. Als ich mir vor einer Stunde das Ticket kaufen wollte, wurde mir gesagt, dass die Mittags-Fähre heute nicht fährt. Diese verkehre nur auf Bestellung und bei mehr als dreißig Fahrgästen, die es heute nicht gibt. Das stehe auch auf dem Fahrplan, den ich – weil natürlich nur polnischsprachig – nicht in Gänze verstand. Wobei – wenn ich mir jetzt die Website der Reederei ansehe – so eindeutig ist das wirklich nicht.

Heute früh um halb zehn wäre eine gefahren. Die hätte ich sogar bekommen können. Nun ja. Ich mach das Beste daraus. Und das heißt bei der Affenhitze heute, mich in den Schatten zu setzen, das MacBook auszupacken und das Blog ein bisschen zu aktualisieren.

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Alternativ könnte ich natürlich auch an den Strand gehen. Aber wohin mit all meinem Gepäck? Mit dem voll gepackten Fahrrad durch den Sand? Nee, besser nicht. Und das Fahrrad mit Gepäck unbeaufsichtigt stehen lassen? Besser auch nicht.

Ich habe ein kleines italienisches Café – beziehungsweise eine Kawiarnia – entdeckt: Ciao Bella. Ich trinke bereits meinen zweiten Caffè, hatte schon ein leckeres polnisches, für mich heute zweites, Frühstück. Rührei mit Pilzen. Lecker!

Mir gegenüber sitzt eine Frau, die wie eine Chantal Lehner (aber ungeschminkt!) aussieht, zur Begrüßung schallte eine neue Version von Boys don’t cry aus den Lautsprechern. Sympathisch.

Ich werde jetzt übrigens die nächste Fähre nehmen, die von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) um 17.20 Uhr nach Elbing (Elbląg) fährt.

Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Fundstücke von der Frischen Nehrung

11. Juli 2010

9.24 Uhr: Frühstücksplatz:

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10.41 Uhr. Der zugebaute Strand von Bodenwinkel (Kąty Rybackie):

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10.46 Uhr:

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10.47 Uhr:

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11.36 Uhr. Davon träumen Pfarrer in Deutschland vermutlich. Kirche voll. Vorplatz voll. Vor der Kirche Bodenwinkel (Kąty Rybackie):

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12.03 Uhr. Straße zwischen Bodenwinkel (Kąty Rybackie) nach Kahlberg-Liep (Krynica Morska):

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12.19 Uhr. Ebendort (kurz vorher lag schon ein tot gefahrenes Reh):

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12.23 Uhr. In Kahlberg-Liep (Krynica Morska):

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Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

Frühes Frühstück

11. Juli 2010, 9 Uhr

Heute war ich schon um halb acht wach. Nach einer Nacht zur einen Hälfte mit polnischsprachigen Träumen (oder dem, was ich im Traum für Polnisch hielt), zur anderen Hälfte in den Fängen eines wahnsinnigen Dennis Hopper wie in einem David-Lynch-Film.

Heute heißt es zumindest vorerst Abschied zu nehmen von Ostsee und Schwimmen im Meer. Ich werde gleich noch einmal reinspringen, dann meine Siebensachen packen und nach Kahlberg-Liep (Krynica Morska) fahren, von dort um halb zwei die Fähre übers Frische Haff (Zalew Wiślany) nach Frauenburg (Frombork) nehmen.

Wie es dann weitergeht? Noch keine Ahnung. Die Sache mit dem Oberländischen Kanal (Kanał Elbląski) von Elbing (Elbląg) nach Osterode (Ostróda), auf dem die Schiffe über Berge gezogen werden, finde ich ganz spannend. Masuren (Mazury) wäre toll. Warschau (Warszawa) wäre noch was oder zwei Tage zum Abschluss nach Zoppot (Sopot). Gestern habe ich mir noch einmal fünfhundert Złotych gezogen, außerdem „darf“ ich ab sofort Zug fahren.

Erwähnte ich schon, wie toll es ist, am Zelt Kaffee trinken zu können? ;-) Gerade habe ich mir den dritten heute früh gekocht.

Gestern war ich übrigens beim Fryzjer. In Kahlberg-Liep (Krynica Morska). In einem ganz schnieken. Als einziger Mann. Sonst nur total aufgedonnerte oder aufzudonnernde schicke Frauen um mich herum. Kostete mit Bartschneiden dreißig Złotych.