6. Juli 2010, 20 Uhr

Nach etwas Rumgekurve in Langfuhr (Wrzeszcz) bin ich nun in Danzig (Gdańsk) angekommen.

Diese Pracht der Innenstadt! Ich hatte es schon wieder vergessen, wie schön es dort sein kann. Heute besonders schön, weil offenbar wegen des Wetters kaum Touristen den Langen Markt (Długi Targ), die Langgasse (ulica Długa) und alle Straßen drumherum überrennen.

Seit zwei Stunden regnet es nicht mehr, im Westen klart der Himmel auf, die Sonne zeigt sich zum Sonnengang sogar noch einmal.

Ich hab mir östlich des Milchkannentores in einem gänzlich untouristischen kleinen Restaurant eine Pilzsuppe bestellt.

Noch ein paar Worte zu meinen Eindrücken der letzten zwei Stunden: Die nördliche Speicherinsel (Wyspa Spichrzów) liegt noch immer in Weltkriegstrümmern, am alten Hafen – dem jetzigen Jachthafen – ist ein neues Hotel in altem Gemäuer (Hotel Gdańsk) eröffnet worden, direkt daneben eine neue Wohnanlage im historisierenden Stil – offenbar kein sozialer Wohnungsbau. Am Langen Markt (Długi Targ) und in der Langgasse (ulica Długa) scheinen etliche Gebäude frisch gestrichen oder gar frisch renoviert zu sein. Alles sieht sehr herausgeputzt aus. Und dass keine Touristenmassen unterwegs sind, ist ein wahrer Segen!

Danzig ist toll! Fast ein Jammer, dass ich morgen früh schon wieder aufbrechen werde.

Und gleich fahre ich das erste Mal seit zwei Wochen Bahn. Die knapp zwanzig Kilometer zurück nach Zoppot (Sopot) tu ich mir heute nicht mehr mit dem Fahrrad an und nehme statt dessen die SKM.