5. Juli 2010, 9.30 Uhr

Keine Sorge, ich schreibe in diesem Falle nicht über mich. Ohne Zweifel ist mein Bierkonsum in Polen etwa zehnmal größer als in Deutschland, aber es darf Nachmittag werden, ehe ich mein erstes trinke.

Ich trinke gerade meinen ersten Kaffee (nachdem ich tatsächlich um acht Uhr schon am total menschenleeren Strand schwimmen war), aber ein paar Jungs hier am Campingplatzbüdchen zischen sich jetzt schon ihr zweites Bier rein. Respekt.

Die zweite Maschine Wäsche läuft, heute Abend sind die Klamotten trocken und ich hätte dann wieder Saubere-Wäsche-Vorrat für mindestens eine Woche.

Am Dienstag wird es nun doch einmal kurz Regen geben:

Ich hab noch keine rechte Ahnung, was ich mit diesem Wissen anfangen soll. Auf Wohnen auf einem eingematschen Zeltplatz habe ich recht wenig Lust.

Ab Mittwoch ist dann aber wieder alles gut mit den Wetter.

Hoffentlich ist meine Post aus Berlin heute da, dann könnte ich morgen nach dem Frühstück gen Osten aufbrechen.

Ideen, was ich mit dieser Woche anstellen kann, habe ich genug: Stutthof (Sztutowo), Frische Nehrung (Mierzeja Wiślana), dort einmal am russischen Grenzzaun rütteln, Frauenburg (Fromborg), eine Fahrt auf dem Oberländischen Kanal (Kanał Elblaski) von Elbing (Elbląg) nach Osterode (Ostróda), am Samstag zum CSD nach Warschau (Warszawa) und dann vielleicht doch mal wieder nach Berlin zurück. Entweder direkt mit dem Berlin-Warszawa-Express oder via Gdynia und dann mit der Fähre nach Rostock. Dann könnte ich mir noch einmal zwei oder drei hübsche Tage zum Abschluss meiner Polenreise in Zoppot (Sopot) machen.