26. Juni 2010, 14.45 Uhr

Den Nazischock von heute Mittag habe ich inzwischen verwunden. Die wunderschöne Landschaft macht es einem sehr leicht, nicht mehr an menschliche Dummheit denken zu müssen.

Von Rügenwalde bin ich auf Alleen und Feldwege durch kleine Dörfchen gefahren. Nach heute knapp zwanzig gefahrenen Kilometern gab’s eben eine Stärkung. Mein Standardproviant. Käse-Tomaten-Stullen.

Es ist wirklich traumhaft schön hier in Palzwitz (Palczewice). Die Ostsee taucht ab und zu am Horizont auf, die Landschaft ist leicht hügelig (ist das die Pommersche Schweiz?), man sieht kaum Autos oder Menschen, die Sonne scheint, nebenan versorgt ein Imker seine Bienenstöcke.

Und kaum tippe ich das hier, tauchen schon die KFOR-Truppen auf. Die haben doch echt ‚n Schuss. Wie kann man nur freiwillig Krieg spielen?