25. Juni 2010, 22.30 Uhr

Jetzt bin ich also in Rügenwaldermünde (Darłówko) auf einem Campingplatz gelandet.

Unterwegs fielen mir schon sehr viele zivil zugelassene Militärfahrzeuge auf. Die harmlosesten waren Mungas, Iltisse und VW 181. Die derberen waren richtig schwere Armee-LKW aus der UdSSR. Hier am Ort scheint ein Militaristentreffen stattzufinden (kann das mal bitte wer recherchieren?). Super. Auf dem Campingplatz lauter Typen in Flecktarn. Und zwischendrin die Schwuchtel Achim B. aus B. Mit ‚nem jüdischen T-Shirt an (Aron, das T-Shirt, das ich seit Berlin trage ist das gelbe, das du mir geschenkt hast). Das T-Shirt ist mit einem großen Logo bedruckt, auf dem irgendwas Hebräisches steht. Ich weiß nicht mal, was es bedeutet. Ich hoffe, ich überlebe diese Nacht. Falls ich also morgen massakriert aufgefunden werden sollte, waren’s die Nazis. Aber vielleicht sind diese Militärfuzzies auch ganz harmlos.

Wenn die mich nicht umbringen, werde ich übrigens doch sterben. gekillt von Millionen von Moskitos. Da hilft auch kein Autan. Schon seit Tagen nicht.

Gehe ich jetzt noch ein Bier trinken, damit ich mein Ende im Suff erleben darf?