17. März 2010, 13.42 Uhr

Grundsätzlich bin ich der Deutschen Bahn ja außerordentlich dankbar, dass sie so gnädig ist, Fahrgäste mit Fahrrad überhaupt noch auf ihren Fernverkehrszügen mitzunehmen. In ICEs ist keine Fahrradmitnahme gestattet und platztechnisch ist sie nicht einmal vorgesehen. In InterCity-Zügen – so sie noch fahren – gibt es immerhin Fahrradabteile. Diese bestehen aber aus nur innen umgebauten Reisezugwagen. die Türen sind noch immer die engen und mit steilen Treppen versehenen Eingänge wie vor dreißig Jahren, als die Waggons gebaut wurden.

Fotos beim Einstieg in Ansbach:

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Da muss man sein Fahrrad dann durch eine maximal siebzig Zentimeter breite Luke über eine Höhendifferenz von mindestens einem halben Meter balancieren. Ginge das für den Fernverkehr nicht auch ähnlich elegant wie bei den neuen Doppelstock-Regional-Express-Zügen?

Total bescheuert finde ich auch die Reservierungspflicht bei Fahrradmitnahme. Als würde die Bahn extra für mich einen Wagen mit Fahrradabteil an den Zug hängen. Und warum man die Fahrradzusatzkarte auf der Bahn-Website nur dann online buchen kann, wenn man parallel eine Fahrkarte für sich selbst bucht, erschließt sich mir auch nicht. Wenn man schon einen Fahrschein hat, muss man die Fahrradkarte entweder am Automaten ziehen (was mir für Fernverkehrsverbindungen noch nie gelungen ist) oder sie am Schalter kaufen.

Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Offenbar denken sich solche Sachen Leute aus, die selbst niemals Fahrrad fahren.