2. November 2008, 15.30 Uhr

Gucken und staunen können ganz schön anstrengend sein. Ich bin fertig. Und sitze jetzt im D-Zug nach Sofia. Um 17.30 Uhr komme ich dort an. Ein Hotel habe ich heute früh noch schnell gebucht. Via hrs.de – wie meine anderen Unterkünfte vorher auch. Bisher gab es nur gute Überraschungen. Mein heutiges Hotel ist wirklich mitten in der Innenstadt, unweit des Café Athene. Dort, wo ich am ersten Morgen so leckere Torte zum Frühstück aß.

Erst nach der Buchung – es musste heute früh schnell gehen, ich wollte etwas zentral Gelegenes und nicht zu Teures – sah ich bei der Beschreibung, dass mein Hotel heute lesben- und schwulenfreundlich sei. Was auch immer das in Bulgarien zu bedeuten hat. In Deutschland mach ich ja um alles Schwule einen weiten Bogen.

In Sofia habe ich genau 23,5 Stunden Aufenthalt. Dann geht es zur nächsten und letzten Etappe meiner Balkanreise. Mal schauen, was ich mit dem Tag in Sofia anfangen werde.

Im roten Haus, wo ich vor ein paar Tagen meine bislang einzige Zigarette dieser Reise geraucht habe, lag ein Programmheft aus, das ich mir eingesteckt habe. In Sofia sind jetzt gerade seit dem Wochenende Architekturtage mit vielen Veranstaltungen. Vielleicht ist da was dabei. Oder ich geh ins Museum.

Ich werde jetzt schon ein bisschen gaga mit den vielen Eindrücken und den immer wieder neuen Orten um mich herum. In Sofia vermischte sich ab und zu das Gesehene mit Belgrad. Und ich frage mich die ganze Zeit immer wieder, wie das Amerikaner beispielsweise oder Asiaten, die auf Europatour sind, wie die das schaffen, in zehn Tagen ganz Europa abzuklappern. Ich würde durchdrehen.