2. November 2009, 22 Uhr

Seit 17.30 Uhr bin ich in Sofia. Am Bahnhof habe ich mir gleich noch die Fahrkarte für morgen gekauft. Internationale Fahrkarten kauft man in Bulgarien an einem Extra-, sehr weit abgelegenem Schalter und bekommt die Reservierung auf deutsch. Sehr lustig. Die Reservierungskarten sehen aus wie die der Deutschen Bahn. Das System kennt wohl nur diese eine Sprache.

Anschließend habe ich mich auf den Weg in mein Hotel gemacht. Das ist so la-la. Okay, aber nicht zu vergleichen mit meiner Luxusabsteige in Bansko. Und auch nicht mit dem Hotel, das ich letzte Woche in Sofia hatte. Die hatten aktuell keine Zimmer frei. Deshalb habe ich nach einem anderen Ausschau halten müssen.

Das versprochene WLAN ist zwar existent, aber verbindet nur vom Rechner zum Router. Nicht ins Internet. Egal. Ich wollte eh noch eine Kleinigkeit essen gehen. Sofia ist ziemlich überschaubar und schnell durchschritten. Unterwegs sah ich kein Restaurant, das mich einlud. Ich hab mich dann für vier Stationen in die Straßenbahn gesetzt und bin nach »Friedrichshain« gefahren. Also südwestlich vom Rote-Armee-Denkmal. Weil das Essen dort vor ein paar Tagen so lecker und die Atmosphäre so gut war, bin ich wieder ins »rote Haus« marschiert.

Hier werde ich jetzt herauskomplimentiert. Offenbar schließen die um 22 Uhr. Was mach ich denn jetzt mit dem angebrochenen Abend?

Soll ich euch noch ein Geheimnis verraten? Ich hab mir Zigaretten gekauft. Aber erst eine geraucht.