Archive for Oktober, 2009

Ausflüge

Banskoer Fundstücke

31. Oktober 2009

20.52 Uhr. Minialtar im Rustikalrestaurant mit viel Geld. Was auch immer das bedeuten mag.

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21.02 Uhr. Schopska-Salat. Sehr lecker! Im Hintergrund links: warmes Knoblauchbrot. Noch viel leckerer!

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21.11 Uhr. Mit Käse gefüllte und überbackene Paprika. Sehr lecker!

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21.21 Uhr. Pilze, Paprika, Reis, Sahne, Huhn. Lecker!

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Ausflüge

Hotelfundstücke

31. Oktober 2009

15.39 Uhr. Die Mondlandschaft um das Hotel herum:

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18.04 Uhr. Relaxen am Pool:

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18.18 Uhr. Relaxen im Tepidarium:

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18.43 Uhr. Abtauchen im Pool:

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20.23 Uhr. Schlammpackung für die Schuhe:

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Ausflüge

Total tote Hose

31. Oktober 2009, 21 Uhr

Samstagabend, Touristenort, man sollte meinen, es sei die Hölle los. Mitnichten. Im Ortszentrum ist fast alles dunkel. In einem Restaurant wurde ich gebeten, nach nebenan zu gehen. Entweder hatten die sehr kleine geschlossene Gesellschaft oder keine Lust. Im Nachbarrestaurant bin ich der einzige Gast. Sehr rustkal hier drin. Einschließlich der bulgarischen Schlager. Ich find’s aber in Ordnung. Mit der Musik. Und die Karte zumindest sah gut aus. Heute wieder Schopska-Salat. Bei dem muss ich immer an Christa Wolf denken.

Der aus dem Edelrestaurant in Sofia vom Mittwoch ist bisher übrigens unerreicht. Da kommt er schon. Ich hab total Hunger!

Ausflüge

Piriner Fundstücke

31. Oktober 2009

15.03 Uhr:

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15.10 Uhr:

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15.17 Uhr:

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15.22 Uhr:

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Ausblicke

Noch ’n Gebirge

31. Oktober 2009, 14.35 Uhr

Wenn mich nicht alles täuscht, stehe ich vor dem Gipfel des Wichren. Mein Reiseführer sagt, dass der 2914 Meter hoch ist. Uns trennen noch etwa 1000 Meter Luftlinie, etwa 300 Höhenmeter und eine Schlucht. Die Entfernungen habe ich jetzt mal so geschätzt. Es ist, als stünde ich auf der Mühlendammbrücke und schaute zum Fernsehturm hinauf.*

Leider habe ich keine Karte bei mir, außer der, die mir mein Reiseführer so bietet. Proviant ist de facto auch nicht vorhanden (außer Wasser und Keksen), die Sonne bricht immer nur so ein bisschen durch. Ich mach wohl kehrt. Außerdem ist es hier oben kalt. Es liegt Schnee, der ein bisschen taut und von den Bäumen und mir ziemlich oft in den Kragen fällt.

Das Ganze habe ich nun doch nicht zu Fuß gemacht. Unterwegs sah ich einen Fahrradverleih und hab mir dort ein ziemlich gutes Mountainbike gemietet. Mit meinem eigenen wäre ich hier nicht hoch gekommen. Ich fahre ständig im kleinsten Gang und schwitze trotzdem wie ein Schwein. Es ist total anstrengend. Die Steigungen sind nahe 100 %, behaupte ich jetzt mal keck.

Ich freu mich schon aufs Hotel, den Pool und die Sauna dort. Beides habe ich gestern noch getestet und sehr genossen.

Ausflüge

Piriner Fundstücke

31. Oktober 2009

Direkt südlich von Bansko fängt der Nationalpark Pirin mit dem Pirin-Gebirge an.

12.22 Uhr:

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12.29 Uhr. Als Nicht-Skifahrer war mir bislang nicht bekannt, wie Skipisten ohne Schnee aussehen. So nämlich. Eine hässliche geschotterte und schlammige Schneise mit Flutlichtanlage und Schneekanonen:

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12.30 Uhr. Gleich daneben dann die totale Naturidylle:

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12.35 Uhr. Spuren des Wintersports:

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12.36 Uhr:

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12.39 Uhr:

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12.45 Uhr. Mitten im Wald auf einmal ein entweder aufgegebenes oder einfach nur im Winter betriebenes Hotel:

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13.07 Uhr. Die erste Bewährungsprobe für meine neuen Schuhe: eine Wildbachdurchquerung. Die Schuhe sind wasserdicht:

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13.11 Uhr. Und wenn man denkt, man sei fernab jeglicher Zivilisation …

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13.15 Uhr … taucht auf einmal das nächste Bauprojekt auf:

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13.39 Uhr:

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13.43 Uhr. Schnee lecken:

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13.54 Uhr:

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13.55 Uhr:

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14.18 Uhr. Ein Schlammloch reiht sich an das nächste:

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14.20 Uhr:

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14.22 Uhr:

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14.26 Uhr. Da meine ich hinten den Bäumen den Gipfel des Wichren entdeckt zu haben:

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Architektur, Ausflüge

Banskoer Fundstücke

31. Oktober 2009

11.29 Uhr. Mein Mietfahrrad:

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Mit so einem Schloss würde ich in Berlin nicht einmal ein altes Dreirad abschließen:

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11.30 Uhr:

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11.40 Uhr. Das Bahnhofsgebäude Bansko sieht jetzt auf alle Fälle freundlicher aus als gestern bei der Ankunft im Dunkeln und bei Regen:

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11.41 Uhr. Ausgemusterte Dampfloks:

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11.42 Uhr. Ebenfalls ausgemustert: ein Dieseltriebwagen der Rhodopenbahn:

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11.52 Uhr. Berge im Norden …

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… und Berge im Süden:

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11.58 Uhr. Wasser (die Glazne), das aus dem Pirin-Gebirge im Süden kommt:

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12.04 Uhr. Das Banskoer Rathaus:

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12.06 Uhr:

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12.07 Uhr:

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12.12 Uhr:

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12.15 Uhr:

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Ausflüge

Banskoer Fundstücke

31. Oktober 2009

10.24 Uhr. Blick vom Hotelbalkon nach Nordosten:

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Nach Osten:

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Und nach Südosten:

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10.54 Uhr. Blick ins Hotelzimmer:

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Ausblicke, Ausflüge

Wie kann man nur so fett sein?

31. Oktober 2009, 9.30 Uhr

Bansko, Hotel Premier, Frühstückssaal. Von meinem Tisch habe ich einen perfekten Blick über die anwesende Hotelgesellschaft. Unter ihnen zwei Männer, bei denen ich mich frage, wie man so fett werden kann. Die beiden haben nichts miteinander zu tun. Gemeinsam ist ihnen aber ihre jeweils auffällig schlanke weibliche Begleitung. Der eine stopft sich ohne Unterlass Essen in den Mund. Wirklich ohne Unterlass. Der andere hat mich eben am Büffet mit seinem eh schon total vollgepackten Teller derartig rüpelig beiseite geschubst, weil er offenbar Angst hatte, dass ich ihm etwas wegnehmen könnte. Essen ist nun weiß Gott genug hier.

„Allmählich entsetzt man sich, wie Menschen leben“ in Abwandlung von Frau Wolf kommt mir in den Sinn.

Ausflüge

Da liegt ja Schnee!

31. Oktober 2009, 8.49 Uhr

Seit Punkt acht Uhr bin ich wach. Der blaue Himmel lässt noch auf sich warten. Das erkannte ich sofort. Aber erst vor zehn Minuten habe ich mir meine Kontaktlinsen eingesetzt. Dann sah ich erst, was da so silbern auf den Bergen vor mir liegt. Das ist der Blick von meinem Hotelbalkon:

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Das ist Schnee, der da keine 500 Meter entfernt von mir in den Bergen liegt!

Ich wollte eigentlich joggen. Das mach ich jetzt aber doch nicht. Ich werde gleich frühstücken gehen und dann in die Berge wandern. Ich hoffe mal, dass sich die Wetterprogronse bewahrheitet:

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Ausflüge

Wohl verdientes Mahl

30. Oktober 2009

Im Restaurant des Hotel Premier, Bansko, Bulgarien.

21.34 Uhr:

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21.44 Uhr:

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21.56 Uhr:

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22.27 Uhr:

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22.53 Uhr:

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Ausflüge

Ostblockphobie

30. Oktober 2009, 22.30 Uhr

An Ostblockphobie leide ich bestimmt nicht. Eher am Gegenteil. Deswegen winkt mein Wunschreisepartner, den ich mehr aus Spaß immer wieder frage, ob er nicht doch auf meine Exkursionen gen Osten mitkommen möchte, gerne ab. Er leidet ganz massiv darunter. Als ostsozialisierter ehemaliger Jungpionier. Aber Herr N., heute Abend wären auch Sie restlos begeistert! Das Hotel ist super, der Pool ist toll, die Sauna ist klasse, das Essen schmeckt köstlich, der Wein ist prima, das Hotelzimmer ist ein Traum! Seit zwei Stunden vermisse ich das erste Mal seit Abfahrt am Montag eine Reisebegleitung. Dich! Kommste das nächste Mal mit? Innen Osten?

(Was war das eigentlich gerade für eine Köstlichkeit, die mir als Dessert serviert wurde? Schokoladenfondue mit Eis? Oder so. Morgen früh geh ich joggen!)

Ausflüge

Hilfe, wo bin ich hier gelandet?

30. Oktober 2009, 18.30 Uhr

Um Gottes Willen, wo bin ich hier gelandet?

Je länger die Bahnfahrt wurde, umso düsterer wurde die Gegend um mich herum. Die letzten zehn Minuten der Fahrt gab es auch einmal wieder Leben draußen. Ich sah beleuchtete Gebäude, einen Supermarkt, eine Tankstelle, Ampeln. Dann also der Bahnhof Bansko, an dem ich ausgestiegen bin. Wieder stockdunkel. Kein Taxistand (wie ich erhofft hatte), knöcheltiefe Pfützen. Ich bin dann ein bisschen Richtung Licht (Stadtmitte) gelaufen. Wirklich nur ein paar Meter. Da kam eine Taxe angeschossen. Hielt sogar auf mein Handzeichen. Ich dem Taxifahrer (maximal 22 Jahre alt) die Adresse und den Hotelnamen gesagt, er pest los. Mit 60 Sachen durch Schlaglöcher und um Kurven rum. Der Ort wird auf einmal moderner. Und wirkt viel größer, als ich es noch am Bahnhof befürchtet habe. Ich sehe Restaurants, Cafés. Leben! Der Taxifahrer rast weiter. Der Ort wird wieder dunkler. Aber ganz viele Gebäude um uns herum. Lauter Neubauten. Größtenteils noch nicht fertig gestellt. Die Straße wird immer mieser, zum Schluss hin nur noch Schotterpiste. Mondlandschaft. Und dann wie ein Raumschiff: Mein Hotel. Ein Riesenkomplex. Ich frage den Taxifahrer, was die fünfminütige Fahrt kostet. Er sagt »ten«. Ich hab nur zwanzig Lewa. Er zuckt mit den Schulter, ob ich’s nicht passend hätte. Hab ich nicht. Er kramt in seiner Geldbörse, gibt mir 2 Lewa (das ist ein Schein) und ein paar Münzen und greift sich blitzschnell die 20 Lewa. Frech, denke ich. Die Zugfahrt mit der Rhodopenbahn (120 Kilometer, fünf Stunden) kostete 5,60 Lewa.

Ich also rein in den Hotelkasten. Anmeldeformular ausgefüllt. Werde mit Pagen aufs Zimmer gebracht. Was sage ich? Zimmer? Ich habe eine Wohnung! Die Küche ist üppiger ausgestattet als meine zu Hause. Ein Riesenbalkon. Ein Riesendoppelbett. Ein Esstisch mit Platz für sechs Personen. Geil! Ich kann es irgendwie nicht fassen. Ich weiß noch nicht, ob ich das jetzt total bekloppt finden soll oder einfach nur toll. Dieses Einrichtung inmitten von Baustellen und matschigen Wegen. Man sah auf der Fahrt auch nicht viel, weil offenbar noch keine Straßenlaternen installiert sind.

Okay, ich bin auf morgen gespannt. Auf das alles bei Tageslicht.

Jetzt gehe ich erstmal was essen. Oder erst ne Runde in den Pool? Oder in die Sauna? Ich lach mich tot.

Ausflüge

Rhodopenbahnfundstücke

30. Oktober 2009

16.24 Uhr. Bahnhof Jakoruda (ca. 890 Meter über NN):

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16.28 Uhr:

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16.29 Uhr. Fast hätte es eine tote Frau gegeben:

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16.51 Uhr. Haltestelle Jurukovo:

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16.57 Uhr. Dagonovo:

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17.06 Uhr. Bahnhof Belitsa:

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17.16 Uhr. Haltestelle General Kowatschew:

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17.36 Uhr. Bahnhof Raslog:

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Ausflüge

Erster Eindruck von der Rhodopenfahrt

30. Oktober 2009, 17.30 Uhr

Es ist alles sehr ärmlich hier. Wirklich sehr arm. Die Landschaft ist der Oberknaller. Vor allem diese Herbstfarben. Fast der gesamte Wald ist Laubwald. Jede/r kann sich nun denken, was das für eine Farbenpracht für mich war die letzten Stunden. Gleich ist es stockdunkel, in einer Viertelstunde bin ich am Ziel.

Die Menschen hier scheinen sich alle zu kennen. Jedenfalls begrüßen sich ganz viele mit Handschlag. Und ich bin der Alien für sie. Einige haben mich angesprochen, sie sind auf jeden Fall sehr kontaktfreudig hier. Wenn ich auch nicht so ganz verstehe, was sie von mir wollen. Bis auf Marianna spricht hier nämlich kein Mensch Englisch.

Ausflüge

Das Ende der Welt

30. Oktober 2009, 15.30 Uhr

Mir wird gerade bewusst, dass ich ans Ende der Welt reise. Oder noch weiter. Das ist eine dermaßen gottverlassene Gegend …

Ausflüge

Rhodopenbahnfundstücke

Ausflüge

Rhodopenbahnfundstücke

30. Oktober 2009

14.34 Uhr. Velingrad:

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14.37 Uhr. Bahnhof Velingrad Ost (ca. 780 Meter über NN):

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14.44 Uhr:

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14.46 Uhr. Bahnhof Velingrad West:

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14.47 Uhr:

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14.49 Uhr:

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14.58 Uhr:

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15.01 Uhr. Haltepunkt Ostrec:

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15.11 Uhr. Bahnhof Cventino: Pomaken steigen aus.

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15.21 Uhr. Haltestelle Sveta Petka (1043 Meter über NN):

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Westlich von Sveta Petka kommt der steilste und damit kurven- und kehrungsreichste Teil der Strecke (Karte muss ein bisschen nach rechts gescrollt werden):

Ausflüge

Lungenkrebs ist mir garantiert

30. Oktober 2009, 16.30 Uhr

Nach dieser Reise ist mir Lungenkrebs vermutlich sicher. Zum einen wegen des Passivrauchens, zum anderen wegen der ganzen Dieselrußwolken, die ich hier ständig abbekomme.

Wir waren eben in Jakorudo. Der erste größere Ort seit Velingrad. Richtig mondän sieht es hier aber auch nicht aus. Ich bin echt mal gespannt, was mich in Bansko erwartet. Die Hotelbilder sahen eher nach St. Moritz aus denn nach Kalkutta.

Ausflüge

Erster Aufstieg bewältigt

30. Oktober 2009, 14.30 Uhr

Wir scheinen den ersten Aufstieg bewältigt zu haben. Es war unterwegs wirklich eine Pracht. Ein Traum in Gelb und Rot. Wie muss das erst bei Sonnenschein aussehen?

Jetzt fährt der Zug (bzw. zuckelt und wackelt gemütlich) über eine Hochebene.

Noch ein paar Worte zu den Einheimischen: Völlig klar, dass auch in den Nichtraucherabteilen gequarzt wird, was das Zeug hält. Völlig klar auch, dass man seinen Müll aus dem fahrenden Zug schmeißt. Ich versteh’s nicht. Da haben sie hier so eine wunderschöne Natur und dann gehen sie so beschissen damit um.

Der Zug hält gerade in Velingrad. Das zusteigende Publikum wird sehr rustikal. Also wirklich sehr rustikal.

Bis eben saß ich alleine mit einem Typen im Abteil (von meiner Freundin Marianna hab ich mich schon vor einer Stunde verabschiedet, weil ich mich der besseren Aussicht wegen und weil man dort die Fenster ganz öffnen kann, in den letzten Waggon gesetzt habe), der versuchte mir mit ins Gespräch zu kommen. Ich scheine hier wie ein Außerirdischer zu wirken, so wie ich angeguckt werde. Der Typ also wollte mit mir reden. Über Fußball. Mit mir! Der ist vielleicht ein Viertel jünger als ich, hat aber maximal ein Viertel der Zähne, die ich noch habe (mein Gebiss ist bis auf Weisheitszähne und vier, die mir als Kind wegen Kieferregulierung entfernt werden mussten, noch komplett). Überhaupt scheint hier kaum einer noch all seine Zähne zu haben. Kein Wunder, dass ich auf 25 geschätzt werde.

Die Strecke wird wieder spannend.

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