20. September 2009, 15.45 Uhr

2009-09-20-24grad.jpg

8,90 km in 54 min 19 sec gleich 9,83 km/h und (laut TrailRunner) 307 verbrannte kCal. Unterwegs gab es ganz viel frischen Männerschweiß von Marathonläufern in der Luft und zum Abschluss zu Hause einen »Gruß« meiner Nachbarin.

Es ist erstaunlich. Immer, wenn ich mich beim Laufen total fertig fühle und denke, ich sei besonders lahm und würde es nie bis zum Ende schaffen, bin ich schneller den je. Heute also absolute Bestzeit. So schnell war ich noch nie. Nicht mal auf meinen Pippirunden ganz zu Anfang meiner Läuferkarriere.

Die vielen vielen Marathonläufer, die gegen 15 Uhr nach ihrem Lauf zwischen Hauptbahnhof und Reichstag an der Spree entlangschlenderten, sorgten heute mit ihrem frischen Schweiß für olfaktorischen Hochgenuss. Fand ich jedenfalls.

Am Schlossplatz widerstand ich schon wieder der (Sonnebad-)Versuchung, dafür legte ich mich dann nach dem Laufen auf die Brüstung meiner »Hausbrücke«, der Grünstraßenbrücke in die Sonne. Prompt kam meine verrückte Etagennachbarin entlang (die ich seit unserem »Zwischenfall« vom Februar demonstrativ weiter und jetzt sogar immer mit Namen grüße – sie verweigert mir trotzdem weiterhin den Gruß), sah mich da (angezogen!) liegen und zeigte mir den Vogel. Die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin dann von der Brüstung gesprungen und habe mir ihr das Haus betreten. »Guten Tag, Frau W., vielen Dank für den Gruß«. Schweigen. Eiserne Miene. »Immerhin irgendein Zeichen von Ihnen. Freut mich total.« Schweigen. Eiserne Miene. Kruschteln im Briefkasten. Angestrengtes Lesen in der Speisekarte eines Chinesen, die sie in ihrer Post gefunden hat. Zeit schinden, bis ich mit dem Aufzug verschwinde.