5. August 2009, 14 Uhr

So schnell und unvermittelt, wie ich auf einmal in Polen war, befand ich mich im Zentrum Swinemündes. An einer Ecke lockte ein Restauracja mit Pierogi. Nichts wie davor gesetzt, Pierogi und Żywiec bestellt. Jetzt weiß ich, dass Polecamy Pierogi z jagodami mit Blaubeeren gefüllte Piroggen mit Schmand sind. Ich hatte eher was Herzhaftes zum Mittag vor dem Strand erwartet. Egal. Die Piroggen waren lecker, das Bier ist mir nur ein bisschen zu Kopf gestiegen, jetzt kann ich mich endlich, endlich gestärkt ans Meer aufmachen. Hach, ist das schön!

Kleine Randbemerkung: Kaum hatte ich die Grenze zwischen Deutschland und Polen in Form einer klitzekleinen Brücke überschritten, hatte ich richtiges und vor allem junges Leben um mich. Auf der deutschen Seite Usedoms eher verschnarchter vollgefressener Mittelstand auf Urlaub oder alte Ureinwohner, auf polnischer Seite junge Mütter mit ihren Kindern, alte Leute auf Fahrrädern, alles etwas lebendiger. Dass die polnischen Frauen viel schicker aussehen als ihre Altersgenossinnen in Deutschland, muss ich nicht erwähnen. Von den total attraktiven Männern hier fange ich vielleicht später an. Meine Theorie seit fast zwanzig Jahren ist ja, dass die Polen das attraktivste Volk Europas sind.