4. August 2009, 12.30 Uhr

Nach 34 Kilometern eine erste Rast. Auf einem Friedhof mitten im Wald. Zwischen Torgelow und Eggesin. Völlige Stille. Gräber, in denen oft nur ein Ehepartner liegt, der Grabstein aber schon mit Namen und Geburtsjahr des anderen Ehepartners beschriftet ist. Sehr befremdlich für mich.

Unterwegs ziemlich langweilige Strecke. Keine Seen, keine besonders schönen Wälder. Dafür ab und an Baltic-Runner. Hab ich gestern gelernt: Da laufen (!!) welche von Berlin nach Usedom. Laufen! Rennen! Unglaublich! Immerhin gibt es alle 5 bis 10 Kilometer Versorgungsstationen für die Läufer und Läuferinnen. Das kann ich dann in zwei Jahren nach meinem ersten Marathonlauf auch machen.

Einen Truppenübungsplatz gab es unterwegs. Da standen zwei Dutzend arme Schweine mit Gasmasken, in voller Uniform und in Regencapes in der Sonne stramm. Was für ein Horror. Erst werden sie hier geschunden und dürfen dann in Afghanistan sterben. Bin ich froh, dass ich damals verweigert habe!

Die Nacht auf dem Heuboden war toll! Ich habe total gut geschlafen. Die ersten Lebewesen, die ich nach dem Aufstehen sah, waren zwei junge Esel (oder Maultiere?) und ein Fohlen. Sehr süß!