Archive for August 2nd, 2009

Ausblicke, Ausflüge

Schlechte Aussichten

2. August 2009, 21.45 Uhr

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Ausdauer, Ausflüge

Tag 2

2. August 2009

Von Hubertusstock bis Zollchow. 88,22 Kilometer. Fahrtzeit 4 Stunden 29 Minuten. Vmix 20,10 km/h. Vmax 40,13 km/h.

Zweimal 8 Kilometer (nämlich die von Zollchow nach Prenzlau und wieder zurück) sind für die Gesamtstrecke irrelevant. Ich musste aber nach Prenzlau radeln, weil ich meine kleine Hütte nur bar und nicht mit ec-Karte bezahlen konnte. In Zollchow gibt es selbstredend keinen Geldautomaten.

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Ausdauer, Ausflüge

Baden (mit Regen)

2. August 2009, 20.30 Uhr

Ich habe mich für die Version der Übernachtung unter einem festen Dach entschieden. Ich bleibe den Berlin-stylishen Jungs und Mädels treu und habe mich hier in eine kleine Holzhütte eingemietet. Zum Bezahlen musste ich noch fix an einen Geldautomaten nach Prenzlau fahren, pünktlich mit der Rückkehr fing auch schon der erste leichte Regen an. Der hat mich nicht davon abgehalten, doch noch einmal schnell in den Unteruckersee zu springen.

Morgen werde ich mal schauen, wie schlimm der Regen wirklich wird. Ich habe Regenklamotten dabei. Ich würde schon ganz gerne morgen Usedomer Sand unter meinen Füßen haben.

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Ausdauer, Ausflüge

Prenzlauer Fundstücke

2. August 2009. Kurzbesuch am Geldautomat in Prenzlau.

19.56 Uhr. Marienkirche:

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19.59 Uhr. Tote Fußgängerzone:

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20.07 Uhr:

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20.08 Uhr. Die DDR lebt:

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20.27 Uhr. Röpersdorf:

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20.29 Uhr. Ein Reh:

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Ausdauer, Ausflüge

Und nun?

2. August 2009, 18.30 Uhr

Noch ne Rast. BERLIN USEDOM BOX nennt sich der Laden. Sehr Berlin-stylish. Und extremst leckere Suppe. Curry-Karotte mit gerösteten Sonnenblumenkernen. Mmmmmh.

70 Kilometer bin ich jetzt gefahren. Es reicht so langsam für heute. Bis Prenzlau sind es noch etwa 5 Kilometer. Bis Ueckermünde noch etwa 40. Und morgen schüttet es den ganzen Tag. Mit einem zwar nur 2200 Gramm leichten, aber eben auch superkleinen Zelt keine schöne Vorstellung. Soll ich mich in einer Pension einmieten, den Regentag abwarten und dann weiter fahren oder in einen Zug steigen und nach Usedom weiter fahren oder in einen Zug steigen, nach Berlin fahren und Dienstag mit dem Zug nach Prenzlau fahren und ab hier sozusagen die Tour fortsetzen? Ach, ich weiß nicht. Was mache ich hier einen ganzen Tag? Morgen ist Montag und alle Museen sind geschlossen. Hmmmm.

Ausdauer, Ausflüge

Uckermärkische Fundstücke

2. August 2009. Weiter geht’s durch die Uckermark.

15.28 Uhr. Rast in Peetzig:

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15.41 Uhr:

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16.00 Uhr:

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16.11 Uhr:

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Warum nicht immer so?

16.22 Uhr:

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Diese Schilder haben mich fast wahnsinnig gemacht. Sie sind so klein, dass man erst etwas erkennen kann, wenn man direkt davor steht. Man stelle sich das bei Straßenschilder für Autofahrer vor!

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Das wichtige Detail für den Radwanderer ist diese klitzekleine Aufkleberchen, auf dem »Berlin–Usedom« in etwa 16 Punkt Größe zu sehen ist.

18.27 Uhr. Stärkung am Unteruckersee:

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Ausdauer, Ausflüge

Falscher Energiehaushalt

2. August 2009, 16.45 Uhr

km 55 für heute (also km 115 der Gesamtstrecke) ist erreicht. Die Südspitze des Oberuckersees. Die letzten 10 Kilometer war mir schon wieder ganz flau im Magen. Im Freilauf, also wenn ich nicht treten musste, zitterten mir die Füße. Irgendwas läuft noch verkehrt mit meinem Energiehaushalt. Hallo Körper! Bitte erst den Restspeck verbrennen, ehe du nach Nachfuhr schreist! Es sollten eigentlich genug Fettreserven für die nächsten Tage da sein. Das eine Mars, was es jetzt gab, muss bis Prenzlau reichen.

Was es sonst zu berichten gibt: Die Radwege sind teilweise traumhaft gut, teilweise aber auch hundsmiserabel. Sandige Pisten als nationale Fahrradroute („Radfernweg Berlin-Usedom„) anzupreisen ist frech und gefährlich. Warum an Wegesgabelungen die Schilder, die diese Route anzeigen, kleiner als DIN A7 (ich übertreibe nicht!) und die Schrift darauf maximal 16 Punkt groß sind, erschließt sich mir auch nicht. Die Landschaft ist noch immer unglaublich schön.

Ich hoffe, dass ich gleich noch einmal baden kann. Kühl ist es nämlich wirklich nicht.

Ausdauer, Ausflüge

Stärkung in Peetzig

2. August 2009, 15.15 Uhr

25 Kilometer nach dem Frühstück, mitten im Wald, nichts zu futtern dabei und leichte Schwäche. Da kam mir das Hinweisschild auf einen Imbiss sehr recht. Gemüseauflauf gab es. An den einzigen großen Tisch draußen setze sich ein einheimisches Paar, das mich fragte, woher ich denn mit meinem hinter mir stehenden Fahrrad komme. Zu dem Gespräch kam die dicke und zahnlose Wirtin dazu, die sich dann weiter mit dem Paar unterhielt. Es ging um aufgegebene Läden in der nächsten Kleinstadt (Greifenberg), um abgewanderte Kinder („meine zwei Töchter sind ja jetzt auch weg“), um die Trostlosigkeit in dieser landschaftlichen Idylle. Sehr traurig, das Ganze.

Ausdauer, Ausflüge

Schorfheider Fundstücke

2. August 2009. Tour durch die Schorfheide.

7.16 Uhr:

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7.24 Uhr. Baden im Werbellinsee:

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7.39 Uhr:

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9.28 Uhr. Werbellinsee:

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9.31 Uhr:

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9.40 Uhr:

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9.41 Uhr:

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9.54 Uhr. Frühstück in Joachimsthal:

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12.17 Uhr. Joachimsthal:

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12.29 Uhr. Standbild Joachim III. Friedrichs, dem Gründer der nach ihm benannten Stadt.

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12.31 Uhr. Die DDR lebt:

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12.37 Uhr:

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13.07 Uhr:

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13.09 Uhr:

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13.21 Uhr. Unterführung unter der A 11 Berlin–Stettin:

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13.24 Uhr:

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13.25 Uhr. Leider ohne Geruchsinternet:

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13.35 Uhr: Wolletzsee. Zweite Badestation für mich heute:

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14.02 Uhr. Die DDR lebt:

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Ausflüge

Baden statt Mittagspause

2. August 2009, 13.45 Uhr

So muss es im Paradies aussehen. Wie an der Stelle, an der ich am Wolletzsee eben gebadet habe. Mensch, is dit schön hier!

Ausflüge

Frühstück in Joachimsthal

2. August 2009, 10.30 Uhr

Nach meinem frühen Aufstehen musste ich heute schon fast 15 Kilometer fahren, bis ich etwas zu essen bekam. Ich habe soeben in Joachimsthal gefrühstückt. Der Ort Joachimsthal ist mir natürlich wegen meines Vornamens und darüber hinaus als alter Berliner wegen der Joachimsthaler Straße geläufig. Aber schon als Kind lehrte mich mein Vater, dass es einen Ort dieses Namens gibt. Ich bekam nämlich als etwa Zehnjähriger Sechsjähriger eine Modelleisenbahn geschenkt (für die Experten: es war eine in Spur N, etwa 2 × 0,7 Meter groß, mit zwei ineinander geführten Ovalen auf zwei Ebenen). Diese Modellbahn hatte zwei Bahnhöfe. Einer davon hieß Joachimsthal.

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Jetzt mal so eben aus der Erinnerung zusammengeschustert. Die Modellbahn könnte es noch geben. Die habe ich vor etwa fünfzehn Jahren an das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Waldenburg verschenkt.

Zurück in die heutige Realität: Auf dem Weg vom Werbellinsee ins »Zentrum« von Joachimsthal sah ich einen Wegweiser, der – leider nicht in meine Richtung zeigend – zum Kaiserbahnhof führt. Den Abstecher habe ich mir trotz meines Eisenbahnspleens dann doch verkniffen.

Die Akkus sind aufgeladen. Mein eigener nach zwei Brötchen, einem riesigen Stück Bienenstich, drei Tassen Kaffee. Und die von MacBook und iPod sind auch fast wieder voll.

Ich muss mir unterwegs noch etwas für morgen ausdenken. Laut Wettervorhersage bleibt es heute den ganzen Tag trocken und warm, morgen soll es aber ab fünf Uhr morgens und dann den ganzen Tag regnen. Dienstag ist wieder schönes Wetter angesagt.

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Ausdauer, Ausflüge

Baden statt duschen

2. August 2009, 7.30 Uhr

Es ist halb acht und ich bin seit zwei Stunden wach. Das ist die erste Sensation. Die zweite: ich hatte noch keinen Kaffee. Die dritte: ich war eben schon eine Runde schwimmen. Ach, is dit schön hier!