25. Juli 2009, 20.30 Uhr

Eben war ich in Neukölln. Bei Bauhaus. Am Hermannplatz. Ich musste Blumentöpfe und -erde kaufen. Bei mir im »Kiez« gibt es so etwas nicht. Komisch, dieses Neukölln. Ich könnte da nicht mehr leben. Ich hätte pausenlos Depressionen. Es wirkt alles so trostlos. Dabei bin ich nur mit dem Fahrrad vom Kottbusser Tor auf dem Kottbusser Damm zum Hermannplatz gefahren. Nicht schön, was man da sieht. Ein 99-Cent-Laden neben dem anderen. Alternativ auch McGeiz. Oder aufgegebene 99-Cent- und McGeiz-Läden. Wettbüros. Telecafés. Und sonst nichts. Kam mir jedenfalls so vor.

Auf dem Rückweg fand ich es aber ab dem Landwehrkanal wieder ganz hübsch. Hätte ich nicht 20 Liter Blumenerde und drei große Tontöpfe als Gepäck dabei gehabt, hätte ich Lust gehabt, auf der Oranienstraße Rast zu machen und dort in einem Café was zu essen oder zu trinken. Auf dem Kottbusser Damm wäre mir das nicht eingefallen.

Wie unterschiedlich Berlin sein kann. Dass mich das nach zwanzig Jahren noch immer so fasziniert. Da fährt man fünf Kilometer mit dem Rad und hat das Gefühl, in vier Städten gewesen zu sein. Berlin ist toll! Auch wenn ich Neukölln schrecklich finde.