23. Januar 2009, 14 Uhr

Dritter Teil meiner Reihe »Apple für Anfänger«.

Hören

iTunes ist auf jedem Mac installiert. Mit iTunes haben sich meine Musikhörgewohnheiten radikal verändert. Ich höre keine CDs mehr, sondern Wiedergabelisten. Die meistens mehrere Tage lang sind. Wiedergabelisten für alle Lebenslagen: Musik zum Arbeiten. Musik zum Abhängen. Musik fürs Abendessen. Kein lästiges Aufspringen mehr, weil eine CD zu Ende ist. Das dürfte inzwischen Standardwissen sein.

iTunes kann aber noch mehr. Es lohnt sich zum Beispiel, auch dann einen iTunes-Store-Account einzurichten, wenn man gar nicht vorhat, dort einzukaufen. Mit einer (übrigens kostenlosen) Anmeldung beim iTunes Store kann man fehlende CD-Cover laden.

Das erledigt ebenfalls GimmeSomeTune. Inklusive der Lyrics.

Wer noch nicht so viel Musik hat, kann bei anderen iTunes-Hörern, die einem aber bekannt sein müssen, mithören. Mit Simplify Media. Nachdem dieses kleine Programm installiert wurde, taucht in der eigenen iTunes-Seitenliste unter »Freigaben« die Mediathek der Simplify-Media-»Partner« auf. Wer meine iTunes-Mediathek »anzapfen« möchte, melde sich bei mir.

Einen ähnlichen Weg geht Mojo. Wobei man mit Mojo die Musik der »angezapften« Rechner auch auf den eigenen kopieren kann. Ob das ganz legal ist?

Am meisten Spaß macht das Musikhören natürlich über eine ordentliche Anlage. Die kann man entweder via Kabel mit seinem Mac verbinden (eher unelegant bis unpraktikabel, aber für unter 10 Euro zu bewerkstelligen) oder via AirPortExpress. Dann wird Musik über WLAN an die Stereoanlage gestreamt. Das heißt dann AirTunes. Sehr schick! Kostenpunkt: um die 90 Euro. Weiterer Vorteil der AirPortExpress-Station: Sehr klein und handlich. Die kann man auch mal mit auf Reisen nehmen. Dort dient sie notfalls auch als WLAN-Router.

Mit iTunes kann man übrigens auch Internetradio hören.

Sehen

Wie iTunes meine Musikhörgewohnheiten verändert hat, so hat EyeTV meine Fernsehgewohnheiten verändert. Was mir wichtig ist, programmiere ich dort und schau es dann, wann ich will. EyeTV ist Software, zum Fernsehen am Mac braucht es aber auch noch Hardware. In Berlin funktioniert DVBT sehr gut. Es gibt EyeTV im Bundle mit einem DVBT-Tuner für zusammen 50 Euro.

Fernsehen ohne weitere Kosten ist mit Zattoo möglich. Zattoo bietet TV over IP. Allerdings ist es nicht dazu geeignet, wild durch die Kanäle zu zappen. Wenn man hingegen weiß, was man sehen will, ist Zattoo auch eine gute Möglichkeit, Sender zu empfangen, die mit Kabel oder DVBT nicht zu bekommen sind.

Gute Unterhaltung!