Archive for Januar, 2009

Antiquitäten, Apple

23 Jahre Mac

24. Januar 2009

Der Mac wurde heute 25 Jahre alt. Meinen erster Kontakt mit einem Mac hatte ich im Jahr 1986 – also vor 23 Jahren. Leider kann ich den genauen Zeitpunkt nicht mehr ausmachen. Es war im Rahmen meiner Ausbildung zum Fotosetzer. Ich saß an einem damals hochmodernen (!) und vor allem schweineteuren Linotype-Satzsystem. In einem Zusatzkurs, den mir mein Ausbildungsbetrieb gegönnt hatte, wurde mir in zwei Wochen neben dem Satzsystem vom anderen Satzsystemhersteller Berthold auch der Umgang mit einem Mac beigebracht. Naja, wir zehn bis zwölf Jungspunde durften ein bisschen an einem (!) Mac Plus und einem Laserdrucker spielen.

Was mir damals total revolutionär erschien (ich kannte bis dahin nur das Einhacken von Befehlsketten auf einer Linotronic oder einer CRTronic): Man hatte eine Maus in der Hand und man sah auf dem Bildschirm, was kurz danach aus dem Drucker kam. Alleine der Drucker! Ein Wunderwerk! Auch die handlichen und robusten 3½-Zoll-Disketten waren mir in der Form damals neu. Auf den Linotype-Systemen hantierten wir mit riesigen Lappen mit 8 Zoll rum, auf die aber auch nur ein paar Kilobyte passten.

Es war vermutlich System 4 oder 5, an dem ich damals spielte. Das Programm würde ich im Rückblick als MacPaint einordnen. Ich weiß noch, dass ich eine (natürlich nur schwarzweiße) Fläche definieren und die mit beliebigem Muster füllen und darauf dann irgendetwas krakeln konnte. Eine Backsteinmauer mit einem Graffiti drauf.

Dann fragte ich mich, zu was dieses Ding eigentlich gut sein soll außer zum Rumspielen. Denn außer auf einen Laserdrucker konnte man damals nicht ausgeben. Linotype hatte sein erstes PostScript-RIP gerade erst entwickelt, verbreitet hat sich das erst ab etwa 1988/1989.

Oh je, ich werde alt.

Apple, Apple für Anfänger

Kommunizieren auf allen Kanälen mit dem Mac

24. Januar 2009

Vierter und vorerst letzter Teil meiner kleinen Reihe »Apple für Anfänger«.

Wer seinen Mac nur nutzt, um ab und zu Nachrichten via Facebook, StudiVZ, GayRomeo oder XING zu verschicken oder E-Mail ausschließlich und unkomfortabel via Webmail pflegen möchte, muss sich um meine nun folgenden Tipps nicht kümmern.

Für mich ist mein Mac (bzw. sind meine Macs und mein iPod touch) inzwischen mein Kommunikationsdrehkreuz geworden. Radio höre ich schon lange nicht mehr. Auf die Glotze könnte ich verzichten (wenn auch schwer auf arte). Auf das Tageszeitungsabo auch. Aber nicht auf Apple Mail, iChat und NetNewsWire.

(An dieser Stelle möchte ich übrigens mein tiefes Mitgefühl mit Barack Obama mitteilen. Der arme Mann muss zumindest eine Zeitlang sein Equipment dieser Art abgeben. Das wäre für mich ja vermutlich der einzige Grund gewesen, dieses Amt nicht anzustreben …)

Hier die Liste der für mich unverzichtbaren Kommunikationswerkzeuge auf dem Mac:

Apple Mail ist das mit Mac OS X mitinstallierte E-Mail-Programm. Das kann alles, was man per Webmail machen kann, nur noch eleganter. Und vor allem: Es kann mehrere E-Mail-Konten gleichzeitig verwalten. Das können selbstverständlich auch andere E-Mail-Programme wie Thunderbird oder Entourage auch. Thunderbird mag der eine oder andere Umsteiger von Windows schon kennen. Über das Schrottprogramm Entourage sprechen wir besser nicht (Bugs, hässliche Darstellung von HTML, keine Einbindung des Adressbuches, Abkacken bei Erreichen einer Maximalgröße der Datenbank etc, pp). Mir ist Apple Mail jedoch wegen Funktionsumfangs, klarer und eleganter Optik und Zuverlässigkeit am liebsten.

Aus dem Adressbuch lassen sich mit ein paar Erweiterungen zum Beispiel auch SMS verschicken, Routen berechnen, Geburtstage verwalten, Mobiltelefone abgleichen oder E-Mail-Gruppen erstellen.

iChat ist ein Text-, Audio- und Videochatprogramm, das ebenfalls mit Mac OS X geliefert wird. Für die Audio- und Videofunktionen ist natürlich entsprechende Hardware bei beiden Kommunikationspartnern nötig. Alle aktuellen iMacs und MacBooks werden mit einer integrierten Kamera, der iSight, ausgerüstet. Damit sind sogar Konferenzschaltungen mit bis zu fünf Teilnehmern möglich. iChat arbeitet mit dem Protokoll von AIM (AOL Instant Messanger), kann also auch mit Windows-Rechnern kommunizieren. Was ich an iChat in der Version 4 (seit Mac 10.5) sehr schätze: Man kann damit einen anderen Mac fernsteuern oder sich selbst auf den Bildschirm schauen lassen. So konnte ich schon manches Problem aus der Ferne beheben oder auch ganze Programmschulungen abhalten.

iChat beherrscht außer dem AIM-Protokoll selbstredend auch mac.com, MobileMe sowie das Protokoll von ICQ (einfach die ICQ-Nummer eingeben) und das von GoogleTalk. Dafür wird in iChat Jabber konfiguriert. Bei mac.com konnte man sich einen kostenlosen Probeaccount holen, alle Funktionen verfielen nach 90 Tagen, der iChat-Name blieb einem erhalten. Ob das in dieser Form auch bei MobileMe funktioniert, weiß ich nicht. Ein Benutzername bei AIM ist noch immer kostenlos zu haben (»Get a Screen Name«).

Wer mehrere iChat-Konten nutzt, sollte sich auch Chax holen. Chax fasst mehrere iChat-Konten in einem Fenster zusammen.

NetNewsWire ist ein Programm, das nicht zum Umfang von OS X gehört, das man sich aber kostenlos holen kann. Damit werden so genannte RSS-Feeds verwaltet. Das lohnt sich für alle, die mehr als nur ein Online-Nachrichtenportal besuchen oder sich regelmäßig mehrere Blogs anzeigen lassen wollen. Das kann man theoretisch auch mit Safari oder Apple Mail machen, mit NetNewsWire ist es für meinen Geschmack aber übersichtlicher und man kann damit vor allem auch mehrere Rechner und sogar sein iPhone bzw. seinen iPod touch versorgen und diese Geräte über einen Server kostenlos synchronisieren.

Ist NetNewsWire einmal installiert, muss man nur noch in Safari oder Mail angeben, dass in Zukunft NetNewsWire der Standard-RSS-Reader ist:

2009-01-24-safari-rss.jpg

Anschließend kann man sich alle Seiten abonnieren, die mit RSS-Logo versehen sind: 2009-01-24-feed-icon.png 2009-01-24-rss-logo.jpg

Nachtrag vom 28. Juli 2010:

Alternativ zu NetNewsWire kann man auch mit Gruml arbeiten. Aktuell (Juli 2010) hat NetNewsWire Schwierigkeiten mit der Synchronisierung via Google Reader. Gruml beherrscht sie. Wer nur mit einem Gerät RSS-Feeds abonnieren möchte, kann weiterhin mit NetNewsWire arbeiten.

Viel Spaß beim Nerden!

Aha

»Kreuzberger Frühstück«

24. Januar 2009, 16.15 Uhr

Vor etwa zwei Stunden telefonierte ich mit einem Freund, der unter anderem erzählte, dass er soeben von einem Samstagvormittageinsatz aus dem Büro nach Hause gekommen sei und dass nun sein Wochenende anfangen könne.

»Jetzt erstmal ’n Kreuzberger Frühstück.«

»Was ist denn ein ›Kreuzberger Frühstück‹?«

»Na, ’n Kaffee und ’n Joint.«

Kannte ich bisher auch nicht … ;-)

2009-01-24-1610.jpg

Symbolfoto.

Kommt für mich ja nicht in Frage. Jetzt kann ich’s ja schreiben, wo es fast überstanden ist: Ich hatte mir zum Jahresbeginn lediglich vorgenommen, den Januar alkohol- und THC-frei zu verbringen. Ist mir bisher ohne Probleme gelungen.

Apple, Apple für Anfänger

Musik und Fernsehen auf dem Mac

23. Januar 2009, 14 Uhr

Dritter Teil meiner Reihe »Apple für Anfänger«.

Hören

iTunes ist auf jedem Mac installiert. Mit iTunes haben sich meine Musikhörgewohnheiten radikal verändert. Ich höre keine CDs mehr, sondern Wiedergabelisten. Die meistens mehrere Tage lang sind. Wiedergabelisten für alle Lebenslagen: Musik zum Arbeiten. Musik zum Abhängen. Musik fürs Abendessen. Kein lästiges Aufspringen mehr, weil eine CD zu Ende ist. Das dürfte inzwischen Standardwissen sein.

iTunes kann aber noch mehr. Es lohnt sich zum Beispiel, auch dann einen iTunes-Store-Account einzurichten, wenn man gar nicht vorhat, dort einzukaufen. Mit einer (übrigens kostenlosen) Anmeldung beim iTunes Store kann man fehlende CD-Cover laden.

Das erledigt ebenfalls GimmeSomeTune. Inklusive der Lyrics.

Wer noch nicht so viel Musik hat, kann bei anderen iTunes-Hörern, die einem aber bekannt sein müssen, mithören. Mit Simplify Media. Nachdem dieses kleine Programm installiert wurde, taucht in der eigenen iTunes-Seitenliste unter »Freigaben« die Mediathek der Simplify-Media-»Partner« auf. Wer meine iTunes-Mediathek »anzapfen« möchte, melde sich bei mir.

Einen ähnlichen Weg geht Mojo. Wobei man mit Mojo die Musik der »angezapften« Rechner auch auf den eigenen kopieren kann. Ob das ganz legal ist?

Am meisten Spaß macht das Musikhören natürlich über eine ordentliche Anlage. Die kann man entweder via Kabel mit seinem Mac verbinden (eher unelegant bis unpraktikabel, aber für unter 10 Euro zu bewerkstelligen) oder via AirPortExpress. Dann wird Musik über WLAN an die Stereoanlage gestreamt. Das heißt dann AirTunes. Sehr schick! Kostenpunkt: um die 90 Euro. Weiterer Vorteil der AirPortExpress-Station: Sehr klein und handlich. Die kann man auch mal mit auf Reisen nehmen. Dort dient sie notfalls auch als WLAN-Router.

Mit iTunes kann man übrigens auch Internetradio hören.

Sehen

Wie iTunes meine Musikhörgewohnheiten verändert hat, so hat EyeTV meine Fernsehgewohnheiten verändert. Was mir wichtig ist, programmiere ich dort und schau es dann, wann ich will. EyeTV ist Software, zum Fernsehen am Mac braucht es aber auch noch Hardware. In Berlin funktioniert DVBT sehr gut. Es gibt EyeTV im Bundle mit einem DVBT-Tuner für zusammen 50 Euro.

Fernsehen ohne weitere Kosten ist mit Zattoo möglich. Zattoo bietet TV over IP. Allerdings ist es nicht dazu geeignet, wild durch die Kanäle zu zappen. Wenn man hingegen weiß, was man sehen will, ist Zattoo auch eine gute Möglichkeit, Sender zu empfangen, die mit Kabel oder DVBT nicht zu bekommen sind.

Gute Unterhaltung!

Apple

Die -Technik-Reihe wird fortgesetzt …

23. Januar 2009, 14 Uhr

Meine kleine -Technik-Reihe wird fortgesetzt. Seit gestern weiß ich von noch einem neuen Mac-User. Jetzt kaufen sich die Männer schon einen Mac, um mir zu gefallen … ;-)

Autsch

Durch die Nacht mit … einem Kotzbrocken

22. Januar 2009, 23.55 Uhr

Wir (41 & 42) gucken gerade auf arte Diekmann (44). Ist der peinlich! Gott, ist der peinlich!

Broder hingegen ist witzig und schlagfertig. Diekmann (44) wirkt unsicherer als ein Zwölfjähriger (12). Alleine dieses Getue mit seinem roten Mobiltelefon. Was für eine schmierige Gestalt.

Fazit: Herr Diekmann ist auf meiner ganz persönlichen Kotzbrockenliste noch weiter nach oben geklettert.

Autsch

99,9 °Celsius (oral)

22. Januar 2009, 20.26 Uhr

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Herr N. hat mich bekocht. Seine scharfe Pasta mit Chili. Diesmal besonders scharfe Pasta mit besonders viel Chili.

Aha

Was ist das denn?

22. Januar 2009, 18.10 Uhr

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Screenshot: stern.de in NetNetsWire

Zum Glück war nicht Michel Friedman im Dschungel und am Ende noch dabei. Die Headline und vor allem die Reaktionen darauf möchte ich mir gar nicht vorstellen. Der Stern wird auch immer grottiger.

Apple

Schon wieder grüner Bereich

22. Januar 2009, 1.10 Uhr

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Hübsches kleines Programm für Klappmacs: Coconut Battery.

Via MacVillage (deren MacBook-Akku offenbar etwas weniger robust ist).

Mein Trick – wenn es denn ein Trick ist: Den Akku immer komplett entleeren und komplett laden. Oder am Netzteil lassen.

Ausblicke

Süß, was da angehoppelt kommt

22. Januar 2009

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Nachtrag für alle Nicht-Ortskundige: Das Foto vom 1. November 2008 ist aus meiner Wohnung aufgenommen und zeigt den Potsdamer Platz mit dem BahnTower. Das Eichhörnchen habe ich ich Ende August 2008 im Botanischen Garten beim Zisterzienserkloster Oliva fotografiert.

Autsch

39,32 °Celsius (rektal)

20. Januar 2009, 23.15 Uhr

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Jetzt muss ich ein klein wenig in die Welt jammern. Seit zwei, drei Tagen kriecht ein grippaler Infekt in mir hoch und erreicht wohl gerade seinen Höhepunkt. Ja, ich bin versorgt. Ja, ich trinke viel. Ja, ich nehme jetzt Paracetamol und lege mich wieder ins Bett. Da liege ich ja schon seit zwei Tagen. Dass ich das hier schreiben kann, zeigt ja, dass ich noch nicht unter Fieberwahn leide. Jammern kann manchmal nur so befreiend sein.

Geholt hab ich mir die Biester vermutlich bei Herrn N. – der litt vergangene Woche vor sich hin.

Apple, Apple für Anfänger

Starterpaket: Nützliche Software für Mac OS X

20. Januar 2009

[aktualisiert am 31. Oktober 2014]

Zweiter Teil meiner Reihe »Apple für Anfänger«.

Für alle, die neu mit einem Mac anfangen, hier mal eine Liste von mehr oder minder wichtigen Programmen oder Erweiterungen.

  • Flip4Mac –> WMV installieren (liest Windows Media Files in QuickTime).
  • VLC Player spielt all das, was QuickTime nicht spielen mag.
  • NeoOffice ist die kostenlose Alternative zu Microsoft Office – liest und schreibt Excel, Word und Powerpoint.
  • OpenOffice ist ebenfalls eine kostenlose Alternative zu Microsoft Office.
  • Flash Player und Acrobat Reader gibt es auf adobe.de.
  • Google Earth.
  • Perian erweitert QuickTime.
  • Dilo ist ein Übersetzungprogramm, das auf leo.org basiert. Spricht neben deutsch englisch, französisch, spanisch und türkisch.
  • Chax erweitert iChat um nützliche Funktionen.
  • Skype.
  • Firefox als Alternativbrowser zu Safari. Safari verträgt sich nicht immer mit allen Websites.
  • Inquisitor ist eine sehr nützliche Sucherweiterung für Safari.
  • MenuCalendarClock bringt den Kalender immer im direkten Zugriff in der Kopfleiste neben der Uhrzeit. Gibt es für iCal und für Entourage.
  • Growl bringt diverse Benachrichtigungsfenster, z.B. für neue E-Mails, gespielte iTunes-Titel, erfolgte Down- oder Uploads.
  • TrailRunner für Jogger oder angehende Marathonläufer.
  • Coconut Battery checkt den Zustand des Akkus bei Klappmacs.
  • Google Maps Plugin for Address Book erweitert das Adressbuch um die Möglichkeit, direkt aus einer Adresse heraus Google Directions zu öffnen.
  • ClickToFlash blockt Flash-Inhalte in Safari.
  • BirthdayScanner X schreibt aus Adressbuch-Geburtstagsdaten iCal-Skripte und erinnert auch am iPhone bzw. iPod Touch an Geburtstage.
  • Meterologist ist ein kleines Programm, das in der Kontrollleiste die aktuelle (Außen-)Temperatur anzeigt.

Neu in meiner Empfehlungsliste:

  • TeamViewer bzw. TeamViewer QuickSupport ermöglicht die Fernsteuerung von einem anderen Rechner aus. Hervorragend, um Wartungsarbeiten aus der Ferne auszuführen.
  • Memory Clean macht den nicht benutzen RAM frei und zeigt an, wenn RAM knapp wird.
  • CleanMyDrive sorgt dafür, dass der Inhalt des Papierkorbs externer Speichermedien (beispielsweise USB-Sticks) vor dem Auswerfen der Medien geleert werden.

Ausblicke

Trikolore

20. Januar 2009, 16.54 Uhr

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Ausblicke

Violett

20. Januar 2009, 16.42 Uhr

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Ausblicke

Durchlichteinheit

20. Januar 2009, 16.21 Uhr

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Aha

No Dope, no Hope!

19. Januar 2009, 21.40 Uhr

Via Fontblog.

Ausblicke

Darauf freu ich mich

Apple für Anfänger, Arbeit

OS-X-Neuinstallation

19. Januar 2009

Erster Teil meiner Reihe »Apple für Anfänger«.

Da ich so oft gefragt werde, wie ich denn ein OS X neu aufsetze oder ein sauberes Upgrade zum Beispiel von 10.4 auf 10.5 (oder von 10.5 auf 10.6) vornehme, hier die Anleitung:

Benötigt werden:

  • ein Mac mit FireWire-Schnittstelle
  • eine externe leere FireWire-Platte
  • ein FireWire-Kabel
  • eine Installations-DVD mit System 10.4, 10.5 oder 10.6
  • dreimal zehn bis zwanzig Minuten vor dem Rechner (und zwischendrin zweimal eine andere längere Beschäftigung)

Als erstes wird die externe FireWire-Platte an den Mac angeschlossen und mit dem Festplattendienstprogramm formatiert. Dann wird die Installations-DVD eingelegt und das Installationsprogramm darauf gestartet. Der Mac macht einen Neustart, fragt nach der bevorzugten Sprache und dann nach dem Ziellaufwerk der Installation. Es wird das externe (!) Laufwerk ausgewählt. Um bei einer kleineren Platte (unter 160 GB) Platz zu sparen, kann man noch beim Punkt »Anpassen« sämtliche Systemsprachen außer »deutsch« ausschalten und sich auch das Installieren sämtlicher nicht benötigter Druckertreiber sparen. Die braucht man nicht unbedingt alle, alle brauchen aber 1 GB Platz. Die Installation des neuen Systems beginnt. Zeit für die erste »andere Beschäftigung«. Nach etwa zwanzig bis dreißig Minuten ist das System installiert, der Rechner startet sich neu, diesmal von der externen Platte aus. Der selbstständig erscheinende Migrationsassistent fragt nun, ob Daten auf das neue System transportiert werden sollen. Sollen sie. Und zwar von der internen Platte auf die externe. Das dauert jetzt – je nach Datenmenge auf dem alten System – zwischen einer und drei Stunden. Zeit, die Wohnung aufzuräumen und zu putzen.

Ist das abgeschlossen, kann man testweise überprüfen, ob alles an seinem richtigen alten Platz ist. Nur eben jetzt auf der externen Platte. Rein theoretisch könnte man nun mit dem neuen System von der externen Platte arbeiten. Mit den alten Adressen, den alten E-Mails, allen Bookmarks, allen Programmen, seiner kompletten Musikbibliothek und all seinen Bildern. Wollen wir aber nicht. Wir wollen ja das neue System auf die interne Platte bringen.

Die Systeminstallations-DVD wird noch einmal bemüht: Einlegen, Neustart des Rechners mit gedrückter C-Taste, anschließend Installationsprogramm von der DVD starten. Wieder die Sprache auswählen und nun im Menü »Dienstprogramme« das Festplattendienstprogramm aufrufen und damit die interne (!) Platte formatieren. Aber auch wirklich die interne. Dann kann die Installation fortgesetzt werden und das neue System wird nun auf die interne Platte gebracht. Bei Bedarf bzw. Nichtbedarf die nicht benötigten Sprachen ausschalten und die nicht benötigten Druckertreiber. Mitinstallieren sollte man X11 und Rosetta.

Das dauert wieder etwa dreißig Minuten, dann wiederholt sich das Spiel mit dem Migrationsassistenten. Nun werden alle Daten, Einstellungen und Programme von der externen auf die interne Platte geschaufelt. Während dessen kann man den Wochenendeinkauf erledigen. Das dauert nämlich wieder zwischen einer und drei Stunden.

Nach einem weiteren Neustart läuft das neue System nun von der internen Platte. Wieder mit allen alten Dateien, Programmen, Einstellungen.

Nun fragt man sich natürlich: Warum dieses Hin und Her mit der externen Platte? Meine Erfahrung ist, dass ein »Drüberinstallieren« einer neueren OS-X-Version auf das alte System nicht immer reibungslos verläuft. Wenn dabei irgendetwas hakt, hat man mit großem Pech nur noch ein zerschossenes altes System, das sich auch nicht mehr starten lässt. Die Wiederherstellung ist dann besonders mühsam. Hatte ich mal beim Upgrade von 10.3 auf 10.4.

Da eine Datensicherung vor einem Systemupgrade (also einem Versionssprung von 10.3 auf 10.4 bzw. von 10.4 auf 10.5) auf alle Fälle dringendst ratsam ist, muss man eh einmal auf einen externen Datenträger kopieren. Und vermutlich bekommt es keinem Rechner nach zwei oder drei Jahren wirklich schlecht, die Festplatte formatiert und das System neu installiert zu bekommen.

Der Migrationsassistent übernimmt das mühsame Kopieren einzelner Bestandteile, die man vom alten System umziehen lassen will ebenso wie den zuverlässigen Transport sämtlicher Programme. Die müsste man nämlich sonst auch wieder einzeln neu installieren.

Wenn alles läuft, stehen je nach Stand des aktuellen Betriebssystems noch diverse Softwareaktualisierungen und Sicherheitsupdates an. Für alles kann man gut und gerne einen halben Tag rechnen, effektiv vor dem Rechner sitzt man aber nur die eingangs erwähnten dreimal zehn bis zwanzig Minuten.

Warum Apple beim neuen kleinen MacBook auf die FireWire-Schnittstelle verzichtet hat, verstehe ich immer noch nicht. Oder weiß jemand, ob das jetzt auch mit USB-2.0-Platten funktioniert?

Bei meinem nächsten Upgrade (von 10.5 auf 10.6) wird das Procedere vermutlich nicht mehr nötig sein, da man dann auf das Time-Machine-Backup zurückgreifen kann. Aber wie ich mich kenne, traue ich nur meinem eigenen System und werde wohl doch wieder so arbeiten wie hier beschrieben.

Apple

Alles im grünen Bereich

18. Januar 2009, 22 Uhr

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Ein Tipp für alle Mac-Benutzer: das Programm SMARTReporter checkt regelmäßig die Festplatte und gibt notfalls rechtzeitig Alarm, falls man ein länger nicht vorgenommenes Backup unbedingt noch machen sollte, bevor sich die Platte verabschiedet.

Abschaum

Kotzbrockenranking

18. Januar 2009, 19.30 Uhr

Gibt es eigentlich aktuell einen größeren Kotzbrocken in der bundesrepublikanischen Politiklandschaft als Roland Koch?

Meine Top-10:

Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Ronald Pofalla
Ronald Pofalla
Ronald Pofalla

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