27. November 2008, 16 Uhr

Angekündigt hatte ich es bereits bei meiner letzten Reise: Ab jetzt folgt immer ein Erfahrungsbericht mit der Deutschen Bahn (oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln).

Diesmal ging von Berlin nach Schwäbisch Hall, danach nach Karlsruhe und zum Abschluss wieder zurück nach Berlin.

16. November: IC von Berlin nach Nürnberg. Gebucht habe ich einen Tag vorher. Keine Platzreservierung mehr möglich. Trotzdem habe ich einen Sitzplatz. Zum Glück. Wenn ich mir die vielen vielen armen Teufel ansehe, die vor allem ab Leipzig in den Gängen und vor dem Abteil rumlungern müssen. Pünktliche Abfahrt in Berlin, leider etwa zwanzig Minuten Verspätung in Nürnberg, damit ist mein Anschlusszug nach Schwäbisch Hall weg. Ich komme mit exakt einer Stunde Verspätung am Zielort an.

Am 23. November von Schwäbisch Hall nach Karlsruhe geht es zuerst im Regionalzug nach Heilbronn, dort Umstieg auf die von mir viel bewunderte kombinierte Stadt- / Straßen- / Überland- / S-Bahn nach dem Karlsruher Modell, die sogar ins fast 200 Kilometer entfernte Heilbronn fährt und mir eine umsteigefreie Fahrt bis vor Frau W.s Haustüre in der Kaiserstraße in Karlsruhe erlaubt. Ich höre etwa fünfzig Mal den knarzenden, etwas unfreundlich anmutenden Satz »Nächste Station: Soundso. Der Zug hält nur bei Bedarf.« Bedarf scheint immer zu bestehen. Die Fahrt ist trotzdem angenehm. Pünktliche Abfahrt und pünktliche Ankunft.

Heute nun mit dem ICE von Karlsruhe nach Berlin. Zuerst von Karlsruhe bis Mannheim. Der Zug soll an Gleis 3 abfahren. Kurz vor Abfahrt wird per Lautsprecherdurchsage angekündigt, der Zug fahre von Gleis 4, also demselben Bahnsteig ab. An Gleis 3 kommt ein Zug ohne Zielangabe an. Auf den Bahnsteigschildern steht etwas von einem Ersatzzug nach Basel. Kurz darauf kommt ein Zug auf Gleis 4 an. Auf dem Bahnsteigschildern steht als Ziel Köln, am Zug selbst aber Basel. Große Verwirrung bei den Fahrgästen. Ich besteige den Zug, der als Ziel Basel anzeigt und hoffe, dass Lautsprecheransage und Bahnsteigschilder stimmen und er mich doch in Richtung Norden bewegt. Tut er dann auch.

Gegen Mittag gönne ich mir eine leckere polnische Pilzsuppe und danke der Deutschen Bahn, dass die Zugrestaurants doch nicht abgeschafft wurden. Neben mir am Tisch sitzt ein gut angezogener älterer Herr, der Tischmanieren wie ein Schwein hat.

Soeben haben wir den Bahnhof Spandau verlassen. Ich komme vermutlich pünktlich am Hauptbahnhof an.