Archive for Juli 26th, 2008

Ausdauer, Ausflüge

Mittelelbische und Lauenburger Fundstücke

26. Juli 2008, Tag 4 der Radtour.

10.45 Uhr.

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11.19 Uhr:

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11.24 Uhr:

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11.59 Uhr. Wie man sieht, fahre ich die ganze Zeit auf der ehemals deutsch-deutschen Grenze:

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13.08 Uhr. Tiefpunkt der Radwegqualität: Total sandiger Boden:

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13.25 Uhr. Kulturhaus (vermute ich zumindest) von Boitzenburg: (Korrektur vom 11. August: Boizenburg ohne t! Deshalb hatte ich es bei Wikipedia nicht gefunden.)

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14.35 Uhr. Letzter Kontakt mit der ehemaligen DDR-Grenze, der Checkpoint Alpha in Boitzenburg:

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14.55 Uhr:

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15.23 Uhr. Der Elbe-Lübeck-Kanal bei Zweedorf ist erreicht:

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16.20 Uhr. Schmelzkäse (am Morgen in Hitzacker gekauft):

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Leider ohne Bild, dafür hier mit Links: Büchen und die Lübeck-Büchener Eisenbahn mit ihren schnittigen Stromlinienzügen.

17.23 Uhr. Spuren von Zivilisation, die dritte: Die Autobahn bei Güster:

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18.22 Uhr. Marktplatz von Mölln vor meinem Essen:

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19.29 Uhr. Marktplatz von Mölln nach meinem Essen:

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Bedient wurde ich von dem jungen Bata Illic und eine Hippiefrau am Tisch empfohl mir als Übernachtung den etwa 10 km entfernten Ort Anker. Das mit der Übernachtungsmöglichkeit entpuppte sich leider als Falschmeldung.

20.33 Uhr. Tipizelte am Behlendorfer See:

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20.42 Uhr. Badefreuden, die dritte:

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21.10 Uhr. Die Sonne geht unter und noch immer kein Bett in Sicht:

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21.46 Uhr. Ich habe meinen Schlafplatz gefunden:

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Ausdauer, Ausflüge

Tag 4

26. Juli 2008, 21.30 Uhr

122,11 km, Fahrtzeit: 6:18:48 h, Vmax: 46,95 km/h, Vmix: 19,34 km/h.

Nach Irren durch fuenf holsteinische Doerfer und einem herrlichem Bad in einem Waldsee und dem Nichtauftreibenkoennen einer Uebernachtungsmoeglichkeit hab ich nun beschlossen, an einem See im Wald zu schlafen. Ich bin total am Ende und jeder Ort bzw. seine Einwohner schicken mich noch einen Ort weiter. Aktuell bin ich in Behlendorf, es wird dunkel und ich hoffe auf eine angenehme Nacht. Und dass ich von keinem Tier gefressen oder von einem Menschen umgebracht werde.

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Ausdauer, Ausflüge

Tag 4, dritte Station

26. Juli 2008, 18.45 Uhr

Nach zwei kraeftigenden Kaesebroetchen konnte ich mich doch zum Weiterfahren aufraffen. Seit 18 Uhr bin ich in Moelln. Ganz ohne Scheiss: am Orteingang roch es verbrannt.

Moelln ist ja noch mehr Puppenstube als Hitzacker (und alles, was ich sonst so kenne). Klitzekleine Fachwerk-Backsteinhaeuschen und rumpeliger Mittelalterstrassenbelag. Zumindest am Marktplatz, an dem ich soeben ganz vorzueglich gegessen habe. Griechisch.

Jetzt bin ich vollgefressen. Ob ich noch die 25 km nach Luebeck schaffe? Ob ich jemals Internetempfang bekomme? Kein Vergleich zur Danziger Bucht. Wirklich nicht.

Bedienen tut mich hier „bei Kostas“ (wie auch sonst?) der vermutlich einzige Homosexuelle der Stadt. Sieht ein bisschen aus wie der junge Bata Illic. Also wie meine alte Tante Fine (Gott hab sie selig) in ihren besseren Jahren.

Ich hab heute mal drauf geachtet, woran ich auf dem Rad eigentlich denke. Daran, dass mir der Ruecken weh tut zum Beispiel oder daran, dass ich schon seit zwei Tagen die Kuppen meiner kleinen und der Ringfinger nicht mehr sp

Nachtrag 28.07.2008: Wieder Umlaut-Falle.

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Ausdauer, Ausflüge

Tag 4, zweite Station

26. Juli 2008, 15.45 Uhr

Ich bin am Ende. Und in Buechen. Eisenbahnfreaks kennen das: LBE – Luebeck-Buechener Eisenbahn. Das waren in den Dreissigerjahren ganz schicke Stromlinienzuege. Da bin ich jetzt. Zu schwach, mir was zu essen zu machen. Zu schwach, zu entscheiden, ob ich auf den Zug wechseln soll. Zu schwach fuer alles.

Ich hab mich in den Schatten auf eine Bank unter einem Vordach gerettet. Im Eingabgsbereich einer Tanzschule. Da wird zu Mahila Jackson was auch immer geuebt.

Ich sammele mich mal. Und finde vielleicht endlich wieder ein WLAN.

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Ausdauer, Ausflüge

Tag 4, erste Station bei 32 Grad

26. Juli 2008, 13.40 Uhr

Erste richtige Pause. In Boizenburg. Heute schon 55 km gefahren. Zum Teil aber unmoegliche Umwege wegen Radwegeumleitungen. Auch die gibt es.

Die Tour heute begann nach einem wirklich erstklassigen Fruehstueck um halb neun, kurzem Verpflegungseinkauf und einer erneuten Elbueberquerung um halb elf ostelbisch.

Heute kommt es mir noch heisser vor. Eben sah ich am Ortseingang von Boizenburg eine digitale Temperaturanzeige: 32 Grad.

Der Weg war teilweise oberabenteuerlich. Erdigen Sand (oder sandige Erde) als Radweg auszuweisen, ist schon etwas frech. Und auch gefaehrlich.

Es ist so heiss! Ich kann es gar nicht oft genug schreiben. Ich trinke pro Stunde etwa einen Liter Wasser. Und schwitze ihn offenbar komplett wieder aus. Aufs Klo muss ich jedenfalls nicht.

Ab jetzt geht es bis Luebeck mehr oder minder nur noch Richtung Norden. Immer dem Elbe-Luebeck-Kanal lang. Luebeck will ich heute auch noch erreichen. Die 20 km, die ich gestern durch die Falle Hitzacker verloren habe, muss ich heute einholen.

Bis gestern habe ich uebrigens die ganze Zeit meinen Berliner iPod-Mix gehoert. Schon etwas bizarr, durch unberuehrte Elbauen zu fahren mit nd_baumecker im Ohr. Drogen-Druffen-Mukke in der Natur. Macht aber einen guten Tretrhythmus. Heute begleitet mich Hilde den ganzen Tag. Kommt auch gut.

So, Kirschkuchen ist verspeist. Es geht weiter.

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